Die Schweinepest rückt näher

WLV rät zu äußerster Vorsicht und konsequenter Hygiene

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) kommt immer näher. Nur noch 300 Kilometer trennen die jüngsten Funde von kranken Wildschweinen von der deutschen Grenze.

Die Afrikanische Schweinepest ist ebenso wie die Klassische Schweinepest (KSP) eine hoch ansteckende, anzeigepflichtige Viruserkrankung mit seuchenhaftem Verlauf, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befällt. Ein Ausbruch einer dieser Seuchen hätte katastrophale wirtschaftliche Schäden für Schweinehalter zur Folge. Menschen und andere Haustiere können sich nicht anstecken! 

Regeln im Umgang mit der Schweinepest

für Landwirte

  • Keine Speise- oder Küchenabfälle an Haus- und Wildschweine verfüttern
  • Die Schweinehaltungshygiene-Verordnung strikt beachten
  • Sauberkeit und strikte Hygiene auf dem Betrieb einhalten
  • Direkten oder indirekten Kontakt von Haus- zu Wildschweinen unbedingt unterbinden

für Landwirte, die Jäger sind

  • Konsequentes Hygienemanagement auf dem Betrieb einhalten
  • Den Stall nicht mit Jagdbekleidung oder Jagdhund betreten
  • Den Stall nach der Jagd erst nach Dusche und Kleiderwechsel betreten
  • Lebenden oder erlegte Wildschweinen strickt vom Betrieb fernhalten
  • Kontakt von Hausschweinen zu Blut bzw. blutverunreinigten Gegenständen unterbinden

für Saisonarbeitskräfte 

  • Keine Schweinefleisch-Erzeugnisse aus dem Heimatland mitbringen
  • Keine Tiere mit Speiseresten füttern
  • Keine Speisereste in der Natur zurücklassen
  • Schuhe und Kleidung nach einem Bauernhof-Besuch desinfizieren
  • Alle Jagdutensilien zu Hause lassen

Schweinepest rückt näher

Bis Anfang Juli wurde im Osten Tschechiens bei insgesamt elf Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest festgestellt. Mit allergrößter Sorge beobachtet der WLV diese Entwicklung.

Die in Tschechien tot aufgefundenen Wildschweine befinden sich im Osten des Landes unweit der Grenze zur Slowakei und nur 80 km entfernt von der österreichischen Grenze. Die ASP hat sich damit ca. 400 km nach Westen ausgebreitet und ist nur noch etwa 300 km von Deutschland entfernt. Bislang war die ASP innerhalb der Europäischen Union auf die Regionen Polen und Baltikum konzentriert.

Auf nachfolgender Karte (Stand 25.07.2017) finden sich die Gebiete mit Funden von Schweinepest. Die Karte wird auf der Hoempage des FLI wöchentlich aktualisiert.

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Höchste Vorsicht ist geboten

Im Interview mit dem Landwirtschatlichen Wochenblatt (Ausgabe 28-2017) appelliert Hubertus Beringmeier, Vorsitzender des WLV-Veredlungsausschusses, zur höchsten Vorsicht. Eine Einschleppung nach Deutschland hätte dramatische Folgen.  

Seine wichtigsten Aussagen aus dem Interview:

  • Die ASP ist nur noch etwa 300 km von Deutschland entfernt. 
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Die Afrikanische Schweinepest muss gestoppt werden!

Diese Forderung hat der Vorstand des WLV bei einem Treffen mit EU-Agrarkommissar Phil Hogan in Bielefeld erhoben. Der überraschende Nachweis des ASP-Virus in Wildschweinebeständen im Osten Tschechiens bedroht die gesamte europäische Schweinehaltung.

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Maßnahmen im Falle eines Seuchenausbruchs

Das Friedrich-Löffler-Institut hat ein Merkblatt für Maßnahmen im Falle eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen erstellt. Dieses Merkblatt können Sie hier herunterladen.

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