Fallende Rapsterminkurse drücken Kassapreise

22. Januar 2018

Das besonders hohe Eurokursniveau von über 1,22 USD hält die Entwicklung der Rapsterminkurse in Paris weiter in seinem bärischen Griff. Selbst von den zuletzt deutlich festeren Vorgaben von den US-Sojakursen konnten die Rapsnotierungen nicht profitieren und schlossen weiter schwächer - auf dem tiefsten Stand seit März 2016. Der Kursdruck überträgt sich auch auf den Rapskassamarkt in Deutschland - sowohl auf Großhandels- als auch auf Erzeugerebene gaben die Preise nach. Somit bewegen sich die Erzeugerpreise weiterhin deutlich unter Vorjahresniveau. Rapserzeuger in Deutschland sind daher nach wie vor kaum bereit Ware aus der knappen Ernte 2017 zu veräußern, sie warten ab und hoffen auf Preisbefestigungen. Aber die Aussichten darauf sind trübe. In den Vorjahren hatte sich die Hoffnung auf steigende Preise ab April bis Juni häufig erfüllt, aber 2018 dürfte das anders laufen. Bärische Argumente sind neben dem starken Euro vor allem die avisiert großen Biodieselimporte aus Argentinien. Die machen sich schon jetzt bemerkbar - insofern, als dass es an den entscheidenden Kaufimpulsen aus der Biodieselindustrie mangelt. Das bekommt auch die Rohstoffseite in Form von Preisabschlägen zu spüren. Der feste Euro verringert zudem die Exportkraft deutscher Außenhändler, erhöht aber die Kaufkraft der Importeure bzw. vergünstigt Lieferungen aus Drittstaaten. (Quelle: AMI)

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