Gerste ist der Renner

05. Februar 2018

Am Kassamarkt bewegen sich die Preise für Futtergetreide kaum. Die Großhandelspreise für Gerste und Weizen zeigten zuletzt leicht nach oben, während auf Erzeugerebene nur die Gerstenpreise fester tendierten und sich alle anderen Futtergetreidepreise abschwächten. Dabei steht hinter den Nennungen kaum Geschäft. Die Nachfrage der Mischfutterhersteller ist verhalten, weil die Lager gut gefüllt sind und weil die Deckungskäufe vor der Gefahr der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest deutlich vorsichtiger laufen. Sollte die Seuche auf Deutschland überspringen, wird mit massivem Nachfragerückgang gerechnet, da Betriebe geschlossen und Bestände gekeult werden müssten. Aber noch verläuft die Befallsgrenze mit dem hochansteckenden Virus 300 km östlich der deutschen Grenze.

Die steigende Gefahr der Ausbreitung veranlasst aber auch die Erzeuger - vor allem im Norden und Osten - lebhafter anzubieten. Ein Fall von Schweinepest in Deutschland könnte die Futtergetreidepreise unter Druck setzen. Außerdem haben viele Erzeuger die Hoffnung auf steigende Preise aufgegeben. Zur Schadensbegrenzung werden daher die Lagerbestände abgegeben. Dabei stößt das Angebot auf wenig Nachfrage, was die sinkenden Erzeugerpreise erklärt. Die Mischfutterwerke sind wohl bis Ende Februar nahezu voll versorgt, danach halten sie sich zurück - jetzt noch mehr als vor Weihnachten. Daher ist das Neugeschäft Richtung Südoldenburg eingebrochen, jetzt wird nur noch auf Kontrakte geliefert. Richtung Niederlande ist es ebenfalls schwierig geworden, Ware abzusetzen. Während Gerste noch einigermaßen läuft, verdrängt französischer Weizen deutsche Offerten. (Quelle: AMI)

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