Diskussion um Insektensterben: DBV sieht dringenden Forschungsbedarf

21. Juli 2017

Der DBV sieht bei der Diskussion über „Insektensterben“ erhebliche Lücken in der Datengrundlage. Aussagen wie ‚“früher waren mehr Insekten auf der Windschutzscheibe“ eigneten sich für den Autofahrer-Stammtisch, würden aber der Bedeutung und Tragweite des Problems nicht gerecht, erklärte der DBV in dieser Woche. Er verwies auf den Insektenforscher Martin Sorg vom Krefelder Entomologischen Verein. Dieser hatte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung von der Diskussion „in einer Wolke der Unwissenheit“ gesprochen.

Es gebe keine gesicherten Erkenntnisse und es fehlten flächendeckende Bestandszahlen und ein Langzeitmonitoring. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hatte am Wochenende erneut die Landwirtschaft für das Insektensterben verantwortlich gemacht. Diese Aussagen seien in dieser Form nicht zu begründen. 

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