DBV: „Klimaschutz-Ziele im Verkehr nur mit Biokraftstoffen erreichbar“

25. August 2017

Deutliche Kritik an der Verkehrspolitik der Bundesregierung und der EU-Kommission hat DBV-Vizepräsident Wolfgang Vogel, auf der Pressekonferenz zur Erntebilanz 2017 geübt. „Für den Klimaschutz bleiben herkömmliche Biokraftstoffe auf der Basis von Raps, Zuckerrüben oder Getreide auch nach 2020 notwendig“, betonte Vogel. Der Vorschlag der EU-Kommission, diese bis 2030 schrittweise durch Biokraftstoffe der zweiten Generation etwa aus Stroh und Holzresten zu ersetzen, wies er als „nicht akzeptabel“ zurück. Damit könne die EU ihre Klimaschutzziele für den Verkehr bis 2030 nicht erreichen. Vogel forderte, den bis 2020 festgelegten Anteil von 7 Prozent konventioneller Biokraftstoffe bis 2030 fortzuführen und Biokraftstoffe der zweiten Generation dann draufzusatteln.“

In der Elektromobilität sieht Vogel einen „fortlaufenden Prozess“. Auch nach 2030 würden gerade im Fern- und Schwerlastverkehr und bei Maschinen in der Land- und Forstwirtschaft flüssige Kraftstoffe benötigt. Deshalb sei es wichtig, die Beimischung von Biokraftstoffen im Schwerlastverkehr auf 30 Prozent zu erhöhen.

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