Erträge unterdurchschnittlich – Qualitäten mäßig - Preise unbefriedigend

29. September 2017

Die Bauern in Westfalen-Lippe blicken zurück auf eine Getreide- und Rapsernte, die vielerorts die Erwartungen bei Erträgen und Qualitäten, aber auch im Blick auf die Erzeugerpreise nicht erfüllt hat. Zu dieser Einschätzung gelangte der WLV bei der Erntepressekonferenz am Donnerstag in Bergkamen.

Insgesamt hat sich die Stimmung in der Landwirtschaft seit 2016 deutlich gebessert. Dank spürbar höherer Erzeugerpreise vor allem bei Milch und Fleisch investieren die Bauern wieder verstärkt in Wirtschaftsgebäude und Maschinen, Hof- und Stalltechnik sowie erneuerbare Energien. Die anhaltenden gesellschaftlichen Debatten über die Ausrichtung der heimischen Landwirtschaft führen jedoch dazu, dass gleichwohl bei vielen Betrieben eine abwartende Haltung überwiegt.

„Nachdem wir das Krisenjahr 2016 mit desaströsen Erzeugerpreisen vor allem bei der Milch hinter uns gelassen haben, erlauben uns die aktuellen Preise, die entstandenen Löcher langsam wieder zu füllen“, sagte WLV-Präsident Johannes Röring vor Journalisten. „Auch in der Landwirtschaft sind extrem schwankende Erlöse und Weltmarktpreise heute Realität. Hierauf stellen sich unsere Betriebe ein. Wir können als Landwirtschaft in Westfalen-Lippe auf den internationalen Agrarmärkten mithalten, wenn man uns ausreichend Freiraum lässt und bei den Auflagen nicht überzieht.“

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