Futtergesellschaften: WLV im Gespräch mit dem Finanzministerium

13. Oktober 2017

Landwirtschaftliche Betriebe, die neben ihrem Erzeugerbetrieb eine so genannte Futtermittelgesellschaft zur Versorgung ihrer Tiere eingerichtet haben, werden derzeit verstärkt durch die Betriebsprüfung der Finanzämter geprüft. Dabei drohen zum Teil erhebliche Umsatzsteuer-Zahllasten. Hintergrund ist die Frage, mit welchem Mehrwertsteuer-Satz – 7 oder 19 Prozent - solch eine Futtermittellieferung zwischen den einzelnen Betriebsteilen zu verrechnen ist.

Im Gespräch mit dem Finanzministerium in Düsseldorf hat WLV-Hauptgeschäfts-führer Werner Gehring eine Übergangsregelung für die betroffenen Landwirte gefordert. Begründet wird diese Forderung mit dem Hinweis darauf, dass die Betriebe keine Gelegenheit hatten, sich auf die neue Rechtsauslegung durch die Finanzverwaltung einzustellen. Hinzu komme, dass der jetzt bemängelte ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent bei den vorangegangenen Betriebsprüfungen von der Finanzverwaltung nicht beanstandet worden war. Dies sei für die betroffenen Landwirte nicht nachvollziehbar.

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