Bauernverband fordert repräsentatives Monitoring über Insektenbestände

20. Oktober 2017

Auf die in dieser Woche veröffentlichte Studie zum Rückgang der Insektenbestände regiert der Bauernverband mit der Forderung nach einer intensiveren Forschung zu Umfang und Ursachen. 

Die Landwirte hätten großes Interesse am Erhalt der Vielfalt von Insekten und Vögeln. Sie arbeiteten in und mit der Natur, diese sei die Grundlage bäuerlicher Existenz, sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied in seiner Stellungnahme. Gebraucht werde jetzt ein repräsentatives Monitoring, um belastbare Datenreihen zu bekommen. Laut der vorgestellten Studie liegen nur bei 6 von 63 Messstellen mehr als zweijährige Datenreihen vor.

Rukwied betonte die vielfältigen Einflüsse des Menschen auf die Entwicklung der Artenvielfalt. Nicht die Landwirtschaft alleine, sondern Industrie, Urbanität, Verkehr, Jahreswitterung, Klimaveränderungen und auch landwirtschaftliches Handeln seien mögliche Ursachen. Schon heute sind Bauern in Projekten wie Lerchenfenstern, Blühstreifen, blühende Herbstsaaten und Naturschutzprojekte aktiv. Auf jedem dritten Hektar werden freiwillig Agrarumweltprogramme umgesetzt, zusätzlich beteiligen sich die Landwirte an Vertragsnaturschutzprogrammen, legen Blühstreifen und Landschaftselemente an. In Biodiversitätsprojekten erarbeiten Landwirte und Naturschützer gemeinsam praktikable und wirtschaftlich tragfähige Maßnahmen. Aus WLV-Sicht gilt es, dieses Engagement fortzuführen und noch mehr Nahrungsangebote und Rückzugsräume für Insekten zu schaffen.

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