Breiter Dialog zur Zukunft der Nutztierhaltung notwendig

03. November 2017

„Miteinander reden, statt übereinander“: Unter diesem Motto stand das Fachforum Landwirtschaft des Berliner Tagesspiegels in der vergangenen Woche. Mit dabei als Diskussionspartner war Schweinehalter Christoph Selhorst aus Ascheberg. 

Zwei Impulsvorträge und Debattenrunden mit acht Vertretern der unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen zeigten die Zielkonflikte auf, die für Wandel und Veränderungen der Tierhaltung in der deutschen Landwirtschaft zu überwinden sind. Selhorst veranschaulichte in seinem Impulsvortrag mit Beispielen aus der Praxis, wie ernsthaft die Veränderungsbereitschaft der Tierhalter ist. Doch stehen dem Wandel allzu häufig Zielkonflikte entgegen, die durch die Tier-, Klima- und Umweltschutzpolitik geschaffen werden. Rechtssicherheit, Planbarkeit und Verlässlichkeit seien notwendig, um die Haltungsbedingungen effizienter und schneller weiterzuentwickeln. 

Der Tierethiker Professor Peter Kunzmann zeigte Ansätze und Perspektiven einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung auf, zog andererseits aber tierethische Grenzen. Eine Verbesserung des Wohlbefindens der Tiere sei machbar, doch müsste dies vom Tierhalter umsetzbar sein und vom Verbraucher bezahlt werden. Die teils kontrovers geführte Debatte fand in einer von gegenseitigem Respekt geprägten Atmosphäre statt. 

Einen ausführlichen Artikel zur Tagung hat der Tagesspiegel veröffentlicht. Er kann unter www.bauernverband.de/tsp-fachforumlandwirtschaft-tierhaltung eingesehen werden.

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