Staatliches Tierwohl-Label: Klöckner modifiziert Konzept

11. Mai 2018

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat sein Konzept für eine Tierwohlkennzeichnung modifiziert. Bundesministerin Julia Klöckner kündigte eine dreistufige Kennzeichnung an, anders ihr Vorgänger Christian Schmidt, der ein zweistufiges Tierwohllabel vorgeschlagen hatte. Nun soll die Eingangsstufe in ihren Anforderungen an die Initiative Tierwohl angelehnt sein. 

Ziel sei, eine große Anzahl von Landwirten zu gewinnen. Die Nutzung der Kennzeichnung soll freiwillig sein, die Kriterien sollen aber verbindlich. Auf europäischer Ebene will sich die Ministerin für eine verpflichtende EU-weite Haltungskennzeichnung einsetzen. Für notwendige Stallumbauten zur Einhaltung der Kriterien soll es eine staatliche Förderung geben.

Aus Sicht des Berufsstandes ist die nun vorgesehene Einbindung der Initiative Tierwohl in das Labelsystem ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Gleichzeitig muss darauf geachtet werden, dass die von WLV und DBV geforderten weiteren Schritte zur verpflichtenden Haltungskennzeichnung und die Möglichkeiten zur Herkunftskennzeichnung konsequent verfolgt werden.

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