Rindfleischerzeugung: Australien

23. Januar 2018

(fleischmagazin) Die Ausfuhrmenge belief sich auf 1,01 Mio. t; das waren lediglich 3.200 t weniger als im Vorjahr und historisch gesehen die fünftgrößte Menge aller Zeiten. Gegenüber den Rekordexporten der Jahre 2014 und 2015 von jeweils fast 1,3 Mio. t fehlten rund 20 Prozent.
Im vergangenen Jahr war Japan einmal mehr der wichtigste Rindfleischkunde Australiens. Dorthin wurden 292.360 t verschifft; das waren 10,6 Prozent mehr als 2016. Der Zuwachs resultierte aus gestiegenen Verkäufen von gefrorener Ware, wobei die australischen Anbieter davon profitierten, dass Japan ab August 2017 die Einfuhrschutzzölle für Wettbewerber wie die USA, Kanada oder Neuseeland erhöhte. Zudem hätten auch die verstärkten Promotions- und Werbeaktivitäten einen Beitrag zum Exporterfolg beigesteuert, erläuterte die Branchenorganisation.
Größter Konkurrent auf dem Weltmarkt sind für die Exporteure des fünften Kontinents die USA, die gleichzeitig aber auch zweitgrößter Kunde sind. Im vergangenen Jahr wurden dorthin 234.110 t Rindfleisch ausgeführt. Noch größer fiel der Absatzrückgang mit 17,4 Prozent auf 148.550 t jedoch im Handel mit Südkorea aus. Für 2018 wird ein moderater Anstieg der Rindfleischexporte erwartet. Gerechnet wird jedoch auch mit einem schärferen Wettbewerb, da die Rindfleischerzeugung insbesondere in den USA, Brasilien spürbar wachsen dürfte.

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