Wirtschaftsdünger: Der 31.03. ist Melde-Stichtag über Einsatz und Verbringung

Bis zum 31. März muss die Meldung über Einsatz und Verbringung von Wirtschaftsdüngern vorliegen

Der Einsatz und die Verbringung von Wirtschaftsdüngern werden in Teilen der Gesellschaft und im Berufsstand intensiv und oft kritisch diskutiert. Umso wichtiger ist es daher, dass die aus Wirtschaftsdüngern resultierenden überbetrieblichen Nährstoffströme nachvollziehbar sind. Dies gilt für jeden Betrieb, egal ob Landwirt, gewerblicher Tierhalter, Biogasanlagenbetreiber oder Transporteur.

Die Verbringensverodnung auf Bundesebene sieht Meldepflichten für die Aufnahme von Wirtschaftsdünger aus dem Ausland oder einem anderen Bundesland vor. Die Wirtschaftsdüngernachweisverordnung NRW konkretisiert die Verbringensverordnung mit dem Ziel einer betriebsscharfen Dokumentation der überbetrieblichen Nährstoffströme.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Meldung nach der Wirtschaftsdüngernachweisverordnung (WDüngNachwV NRW)

Wer ist betroffen? 

 Nur Abgeber, die Wirtschaftsdünger oder Stoffe, die Wirtschaftsdünger enthalten, in Verkehr bringen und in der Summe pro Kalenderjahr mehr als 200 t/m³ Frischmasse abgeben, aufnehmen und/oder befördern.

Worauf ist zu achten?  

Lieferscheine für die gelieferten / aufgenommenen Wirtschaftsdünger sind vorzulegen. Die Meldungen sind ausschließlich elektronisch via Internet abzugeben. Aufnehmer werden im folgenden Kalenderjahr angeschrieben und über die Meldung informiert, sollten aber auch selber regelmäßig ihre Betriebsspiegel im Meldeprogramm kontrollieren, um Unklarheiten zeitnah klären zu können.

Wer ist von den Meldepflichten nach Verbringensverordnung (WDüngV) betroffen?

Alle Betriebe, die in der Summe pro Kalenderjahr mehr als 200 t/m³ Wirtschaftsdünger oder Stoffe, die Wirtschaftsdünger enthalten, aufnehmen, abgeben und/oder befördern.

Was tun, wenn der Wirtschaftsdünger aus dem Ausland importiert wurde?

Bitte informieren Sie sich, ob der Import in Ihrem Namen vorgenommen wurde.

Ist dies der Fall, liegt die Meldepflicht bei Ihnen. Treten Dritte, wie Lohnunternehmen / Maschinenringe u. a. als Importeure auf, liegt die Meldepflicht bei diesen. Der Landwirt gilt dann nicht als Importeur und muss lediglich die aufgenommenen Mengen in seiner Nährstoffbilanz angeben. Allerdings muss der Importeur dann für die Weitergabe an den Landwirt eine Abgabemeldung nach der Wirtschaftsdüngernachweisverordnung (siehe oben) erstellen.

Was ist zu tun?  

Abgaben von Wirtschaftsdüngern im Kalenderjahr 2016 (wann/was/wie viel/an wen) sind an die zuständige Behörde (LWK NRW) bis zum 31.03.2017 zu melden.

Wo bekomme ich Hilfestellung/Informationen zum Verfahren und Programmzugang

Hilfestellung bietet die zuständige Kreisstelle der Landwirtschaftskammer NRW an. Weitere Informationen und Programmzugang finden Sie hier auf der Homepage der Landwirtschaftskammer.

Was ist zu tun?

Importe der im Kalenderjahr 2016 aus dem Ausland oder aus einem anderen Bundesland aufgenommenen Mengen sind bis zum 31.03.2017 zu melden.

Lieferungen in einem Zeitraum von einem Monat können dabei zusammengefasst werden.

Worauf ist zu achten?

Lieferscheine für die aufgenommenen organischen Dünger müssen vorhanden sein.

Daten werden geladen …