Erträge unterdurchschnittlich – Qualitäten mäßig - Preise unbefriedigend

"Die Bauern in Westfalen-Lippe blicken zurück auf eine Getreide- und Rapsernte, die vielerorts die Erwartungen bei Erträgen und Qualitäten, aber auch im Blick auf die Erzeugerpreise nicht erfüllt hat."

Zu dieser Einschätzung gelangt WLV-Präsident Johannes Röring heute bei der Erntepressekonferenz des WLV in Bergkamen. Wind- und Wetterverhältnisse haben einzelnen Kulturen bis in den September hinein zugesetzt, so dass die Erntebilanz 2017 im Landesdurchschnitt eher durchwachsen ausfällt. 

Insgesamt hat sich die Stimmung in der Landwirtschaft aus Sicht des WLV seit 2016 deutlich gebessert. Dank spürbar höherer Erzeugerpreise vor allem bei Milch und auf den Fleischmärkten investieren die Bauern wieder verstärkt in Wirtschaftsgebäude und Maschinen, Hof- und Stalltechnik sowie erneuerbare Energien.

Die anhaltenden gesellschaftlichen Debatten über die Ausrichtung der heimischen Landwirtschaft führen jedoch dazu, dass gleichwohl bei vielen Betrieben eine abwartende Haltung überwiegt. 

„Nachdem wir das Krisenjahr 2016 mit desaströsen Erzeugerpreisen vor allem bei der Milch hinter uns gelassen haben, erlauben uns die aktuellen Preise, die entstandenen Löcher langsam wieder zu füllen. Auch in der Landwirtschaft sind extrem schwankende Erlöse und Weltmarktpreise heute Realität. Hierauf stellen sich unsere Betriebe ein. Wir können als Landwirtschaft in Westfalen-Lippe auf den internationalen Agrarmärkten mithalten, wenn man uns ausreichend Freiraum lässt und bei den Auflagen nicht überzieht“, sagte Röring.

Die Zahlen zur Ernte finden Sie hier in der Pressemeldung des WLV.


 

Appell für mehr Verständnis

Für mehr wechselseitiges Verständnis in der Debatte über die künftige Ausrichtung der Landwirtschaft wirbt der WLV in einer Erklärung mit dem Erzbistum Paderborn, den Bistümer Münster und Essen, der Evangelische Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche.

Lesen Sie hier die Erklärung

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