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Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband e.V.

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4 November 2008 | Kreisverband Siegen-Wittgenstein

Preissenkung bei Milch katastrophal für Milchbauern

Molkereien haben sich bei Vertragsverhandlungen in die Knie zwingen lassen

Kreis Siegen-Wittgenstein. Die erneut drastischen Preissenkungen für Milch einiger Lebensmitteleinzelhändler wie Aldi, Lidl oder Rewe verdeutlichen, wie rücksichtslos der Lebensmitteleinzelhandel mit seinen Marktpartnern umgeht. „Sie nutzen die derzeit angespannte Situation auf dem Milchmarkt schamlos aus. Dies steht im deutlichen Gegensatz zur Aussage des Lebensmitteleinzelhandels auf dem Milchgipfel, wo der Handel noch ein klares Bekenntnis zum Milchproduktionsstandort Deutschland abgelegt hat“, erklärt Henner Braach, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV). „Besonders irreführend ist die Werbeparole „der Rohstoffpreis“ sei gesunken. Vielmehr hat sich die Molkereiwirtschaft vom übermächtigen Lebensmittelhandel bedauerlicherweise wieder einmal in die Knie zwingen lassen. Das heißt, dass wir Bauern weniger Geld für die Milch bekommen.“ Die erneute Preissenkung sei ein deutlicher Affront gegenüber den Milchbauern. Und das bei gestiegenen Futter- und Energiekosten auf den Milchviehbetrieben. Gleichzeitig seien aber auch die Verbraucher die Geschädigten, da nur kostendeckende und gewinnbringende Erzeugerpreise die deutsche Milchproduktion erhalten würden.

Erneut appellierte der Kreisverbandsvorsitzende zudem an die Molkereien, endlich ihre überfälligen Strukturprobleme zu lösen, um gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel die Interesse der deutschen Milchbauern und der Milchwirtschaft „auf Augenhöhe“ vertreten zu können.

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Barbara Kruse

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