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12 März 2009 | Kreisverband Siegen-Wittgenstein
Henner Braach und Helmut Dreisbach wiedergewählt
Wahlen beim Landwirtschaftlichen Kreisverband Siegen-Wittgenstein
Erndtebrück / Kreis Siegen-Wittgenstein. Demokratisch mit solider Basis aufgestellt präsentierte sich der Landwirtschaftliche Kreisverband Siegen-Wittgenstein am Dienstagabend im Haus der Landwirtschaft in Erndtebrück: Nach Abschluss der Wahlen in den Ortsverbänden traf sich der Kreisverbandsausschuss (Ortsverbandsvorsitzende und Delegierte) zu den Vorstandswahlen. Einstimmig im Amt bestätigt wurde Kreisverbandsvorsitzender Henner Braach (46, Netphen), auch sein Stellvertreter Helmut Dreisbach (54, Bad Berleburg) erlangte die einstimmige Zustimmung bei der geheimen Wahl der Landwirte.
Vorstand repräsentiert das gesamte Kreisgebiet und die landwirtschaftlichen Produktionszweige
Der Vorstand gewährleistet kreisweite Arbeit der berufsständischen Interessenvertretung sowohl in geographischer Hinsicht als auch in der Repräsentation der verschiedenen landwirtschaftlichen Produktionszweige. Ihm gehören an: Manfred Becker, Alfred Weber (Bad Laasphe), Lothar Menn, Bernd Zode (Erndtebrück), Helmut Zacharias, Bernd Henk, Ernst Kümmel (Bad Berleburg), Steffen Nies (Hilchenbach), Friedhelm Höfer (Freudenberg), Jutta Capito (Neunkirchen/Burbach), Hanjost Schwarz (Siegen), Friedrich Moll (Kreuztal) und Felix Stangier (Wilnsdorf).
Aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein vertreten Delegierte in den Ausschüssen des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes auf Landesebene die Interessen der Siegerländer und Wittgensteiner Bauern in den Bereichen Milch, Nebenerwerbslandwirtschaft, Sozialpolitik, Umweltpolitik, Veredelung, Ökolandwirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit.
Henner Braach: "Geschlossen auftreten"
Henner Braach unterstrich die Notwendigkeit der aktiven Arbeit im landwirtschaftlichen Kreisverband und bedankte sich für das gemeinschaftliche Engagement der Berufskollegen auch mit Blick auf den Milchstreik im vergangenen Jahr, der eine schwierige Ausnahmesituation für die Bauern war: „Wir führen im Landwirtschaftlichen Kreisverband eine offene, kontroverse und konstruktive Diskussion – wenn wir etwas bewegen wollen, müssen wir aber auch unbedingt in Sachfragen geschlossen auftreten.“
Ausgleichszulage großer Erfolg
In seiner Kurzzusammenfassung der Ereignisse seit der letzten Wahl vor drei Jahren beleuchtete Henner Braach die politischen Ereignisse in der geographischen Reihenfolge: Auf EU-Ebene, wo die einschneidendsten Beschlüsse zur Agrarpolitik gefasst werden, würden zunehmende Verbraucherinteressen vor Bauerninteressen gestellt. Zum Kurzzeit-Landwirtschaftsminister Horst Seehofer bemerkte Braach, dass er sich in der Sozialpolitik positiv auf die Landwirtschaft ausgewirkt habe und auf Landesebene attestierte er Landwirtschaftsminister Uhlenberg „dass er den ihm möglichen Spielraum der Entscheidungen zum Wohle der Landwirtschaft zu handeln, ausschöpft.“ Die durchaus realistische Aussicht, in Kürze sicherzustellen, dass die Ausgleichszulage für Landwirtschaft in benachteiligten Regionen fortgeführt wird nannte Braach wörtlich „für mich einen der größten verbandspolitischen Erfolge für Siegen-Wittgenstein der letzten Jahre“.
"Wildschweinproblematik wurde endlich thematisiert"
Auf kommunaler Ebene erwähnte der Kreisverbandsvorsitzende lobend, „dass die Wildschweinproblematik wenn auch noch lange nicht gelöst, so doch endlich öffentlich thematisiert ist“, und verdeutlichte die Haltung der Landwirtschaft zur geplanten Ansiedlung von Wisenten: „Wir brauchen die Wisente nicht, aber wenn die Mehrheit der Bevölkerung deren Ansiedlung wünscht, dann werden wir uns nicht auf Fundamentalpositionen zurückziehen. Wir wollen aber durch unsere Mitarbeit in den Gremien sicherstellen, dass die notwendigen Rahmenbedingungen wie zum Beispiel Gesundheitsstatus der Tiere und Schadensvermeidung gesichert sind.“
Im Anschluss hörten die Landwirte einen Vortrag von Dr. Bernhard Schlindwein, Fach-Referent des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes in Münster, über die aktuellen Neuerungen und Aussichten in der Politik für Grünlandstandorte.
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Der Vorstand des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes


