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Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband e.V.

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13 Mai 2009 | Kreisverband Münster

Münsteraner Bauern wollen Tanken wie in Frankreich

Landwirtschaftlicher Kreisverband Münster demonstriert für Kostenentlastung

Münster <wlv> Mit einer rollenden Schlepper-Demonstration haben Münsteraner Bauern heute (Mittwoch, 13. Mai 2009) auf die eklatanten Unterschiede in der europäischen Besteuerung von Agrardiesel aufmerksam gemacht. Rund 30 Landwirte mit 20 Traktoren machten sich auf den Weg zur Westfalen-Tankstelle an der Steinfurter Straße, um dort Agrardiesel zu Tanken wie in Frankreich. Einmalig für diese Aktion zahlen die Teilnehmer nur den vergleichsweise günstigen Agrardiesel-Steuersatz Frankreichs. Dieser liegt mit 0,6 Cent je Liter deutlich unter der Besteuerung in Deutschland (40 Cent/Liter). Die Mehrbelastung der Münsteraner Bauern im Vergleich zu den französischen Berufskollegen summiert sich auf rund 40 bis 50 Euro je Hektar, rund 600.000 Euro für die Bauern im Stadtgebiet Münster und für ganz Deutschland auf etwa 750 Millionen Euro.

„Die Steuer auf Agrardiesel ist eine enorme wirtschaftliche Belastung für die heimische Landwirtschaft. Sie benachteiligt uns im Vergleich mit den Nachbarländern in Europa“, kritisiert Heinz-Georg Buddenbäumer, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster. „Wir fordern eine drastische Absenkung der Agrardieselsteuer auf das französische Niveau. Es ist ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft und der politischen Klugheit und der Gerechtigkeit, jetzt für eine spürbare Kostenentlastung in der Landwirtschaft zu sorgen.“

Seit Jahren müssen die deutschen Bauern bei der Besteuerung von Agrardiesel mit einem eklatanten Wettbewerbsnachteil leben. In Deutschland hat sich der Steuersatz seit 1988 bis heute auf 40 Cent/Liter vervierfacht. In europäischen Nachbarstaaten liegt er hingegen weit darunter. Die Spanne reicht von Luxemburg (0 Cent /Liter) über Frankreich (0,66 Cent /Liter) und Belgien (1,8 Cent /Liter) bis hin zu Österreich (9,8 Cent /Liter). Deutsche Bauern müssen für die Feldbestellung geschätzte 40 bis 50 Euro je Hektar mehr für Agrardiesel aufwenden als französische Berufskollegen.


Pressekontakt

Laura Jacobs

Schorlemer Straße 15
48149 Münster
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