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Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband e.V.

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6 Januar 2010 | Kreisverband Olpe

Bundesverdienstkreuz für Ferdinand Funke

Engagement zur Verbessererung der eigenständigen Holzvermarktung

Olpe. Für sein „beharrliches ehrenamtliches Engagement zur Verbesserung der eigenständigen Holzvermarktung der Privatwaldbesitzer“, so  NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg in seiner Laudatio, erhielt Ferdinand Funke (60), Land- und Forstwirt aus Serkenrode im Kreis Olpe, das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Uhlenberg, der sich „wirklich sehr freute, die Auszeichnung persönlich zu überreichen“, ging in der kleinen Feierstunde im Olper Kreishaus auf den unermüdlichen Einsatz des Streiters für die Interessen der Waldbauern ein: „Sein Name ist Programm: Er „funkt“ dazwischen, hat eine klare Sprache und findet deutliche Worte“. Georg Freiherr von Weichs, Waldbauernvorsitzender aus dem Hochsauerlandkreis und der „Ordensanreger“, verwies auf die „Überzeugungskraft und Tragfähigkeit einer Idee, die sich selbst als klar definierte Aufgabe versteht“.

Ferdinand Funke hatte als Vorsitzender der Bezirksgruppe Olpe und als stellvertretender Vorsitzender des Waldbauernverbandes NRW seit Jahren an der Entwicklung einer eigenständigen Holzvermarktung der Privatwaldbesitzer gearbeitet und zunächst Forstwirtschaftliche Vereinigungen zur Bündelung der Interessen oberhalb der Ebene der Forstbetriebsgemeinschaften ins Leben gerufen und mit diesen schließlich im Jahr 2007 die erste eigene Holzvermarktungsgesellschaft der Waldbauern im Sauerland, die „WaldHolz Sauerland GmbH“, gegründet. Für ihn selbst sei diese „hohe Ehre nicht Schlusspunkt, sondern Bestätigung und Ermutigung weiterzumachen,“ dankte Funke seinen Mitstreitern. Er betonte, dass die Arbeit, „Eigenverantwortung für unseren Besitz zu übernehmen, um die Position des Privatwaldes zu stärken“ zwar auf einem guten Weg, aber angesichts sich leerender öffentlicher Kassen immer wichtiger und „noch lange nicht abgeschlossen“ sei.

Mitte der 1990er Jahre wurde Ferdinand Funke in den Vorstand der Bezirksgruppe Olpe des Waldbauernverbands Nordrhein-Westfalen e. V., der berufsständischen Vertretung der privaten Waldbesitzer in Nordhrein-Westfalen, gewählt und übernahm 2001 sodann dessen Vorsitz. Seit 2001 ist der Finnentroper zudem Mitglied des Landesvorstandes des Waldbauernverbandes, 2005 wurde er erster stellvertretender Vorsitzender. Daneben ist er seit 2003 Mitglied des Forstaus­schusses des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNLV NRW). Schwerpunktmäßig setzt sich Ferdinand Funke für die wirtschaftliche Selbständigkeit der Waldbesitzer ein. 2002 übernahm er den Vorsitz einer durch das MUNLV NRW geförderten Modellprojektgruppe, die das Ziel hat, forstwirtschaftliche Vereinigungen als Dachorganisation der bestehenden Forstbetriebsgemeinschaften zu gründen. Ferdinand Funke konzipierte die Strukturen der geplanten Vereinigung; ferner gelang es ihm, die Forstbetriebsgemeinschaften im Kreis Olpe auch gegen anfängliche Widerstände von dem Projekt zu überzeugen. 2005 wurde schließlich die forstwirtschaftliche Vereinigung Olpe gegründet, deren Vorsitz der Land- und Forstwirt übernahm. Dank seiner umfangreichen Beratungs- und Überzeugungsarbeit wurde die forstwirtschaftliche Vereinigung Hochsauerland sodann 2006 gegründet.

Daneben konzipierte Ferdinand Funke in Zusammenarbeit mit den forstwirtschaftlichen Vereinigungen Olpe, Märkischer Kreis und Hochsauerland sowie dem Westfälisch-Lippischen Landschaftsverband e. V. im Jahr 2007 die Gründung der WaldHolz Sauerland GmbH, um die Vermarktung zu verbessern, die Abhängigkeit von der staatlichen Verwaltung zu verringern und so die Position des Kleinprivatwaldes zu stärken. Seit 2007 hat Ferdinand Funke den Vorsitz der Gesellschafterversammlung inne. Insbesondere in der Phase nach dem Orkan „Kyrill“, der verheerende Schäden in den Wäldern des Sauer- und Siegerlandes hinterließ, gelang es, die WaldHolz Sauerland GmbH in der Holzwirtschaft zu etablieren und dadurch die heimische Forstwirtschaft als Dienstleistungsunternehmen bei der Holzvermarktung zu unterstützen.

Zudem setzte sich der Finnentroper maßgeblich für den Interessenausgleich zwischen Forstwirt­schaft und Tourismus durch Ausweisung mehrerer Großwanderwege in Südwestfalen ein. In zahlreichen Verhandlungen trug er dazu bei, dass 2005 und 2006 zunächst eine Rahmenverein­barung zur Verkehrssicherungspflicht sowie 2007 eine Grundsatzvereinbarung zur Ausweisung neuer Wanderwege geschlossen wurde.

Ferdinand Funke war von 1993 bis 2005 Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Serkenrode. 2007 wurde er zum Vorsitzenden der Forstbetriebskommission beim Regionalforstamt Kurkölni­sches Sauerland Olpe gewählt.

Seit 2000 vertritt Ferdinand Funke als Vorstandsmitglied des Westfälisch-Lippischen Landwirt­schafts­verbands e. V., Kreisverband Olpe, insbesondere die waldbauerlichen Belange und Interessen.

Seit 2004 ist der Land- und Forstwirt stellvertretender Vorsitzender des Beirates der Unteren Landschaftsbehörde beim Kreis Olpe. 2006 wurde er zum Mitglied der Landesbetriebskommission beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW gewählt.

Seit 1991 ist Ferdinand Funke Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Serkenrode.

Schließlich ist Ferdinand Funke seit 2007 als ehrenamtlicher Richter beim Finanzgericht in Münster tätig.

Ferdinand Funke ist verwitwet und Vater von drei inzwischen erwachsenen Kindern. Er bewirtschaftet einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb in Finnentrop-Serkenrode.


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Feierstunde im Kreishaus

Foto von links: Minister Eckhard Uhlenberg, Ordensträger Ferdinand Funke, Landrat Frank Beckehoff

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Barbara Kruse

In der Stubicke 8
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