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26 Februar 2010 | Kreisverband Soest
Bauern stehen in den Startlöchern
Pflanzen ohne Frostschäden
Kreis Soest (wlv). Die Schneedecke hat die Saaten wieder freigegeben und es sieht so aus, als ob die Pflanzen kaum unter dem Frost gelitten hätten, so eine Mitteilung des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest.
Das bisherige Winterwetter war für den Ackerbau eher positiv als negativ. „Das Wintergetreide und der Winterraps haben kaum Schaden genommen“, erläutert der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest Karl-Heinz Schulze zur Wiesch. Der Grund: Eine Schneedecke habe die empfindlichen jungen Bestände vor den tiefen Temperaturen, die bis zu minus 15 bis 20 Grad gereicht hätten, geschützt. „Wir hoffen hingegen, dass die lang anhaltend tiefen Temperaturen Schaderreger reduziert haben“, erklärt der Vorsitzende. Das käme der Pflanzengesundheit zu Gute.
Auch für den Boden sei der Frost gut gewesen, so Schulze zur Wiesch. Gefriere die Ackerkrume bis in entsprechende Tiefe, würde der Boden durch die sich ausdehnenden Eiskristalle gelockert. „Wir Bauern sprechen von Frostgare“, so der Vorsitzende und sagt weiter: „Trotz dieser positiven Bilanz kann für diesen Winter aber noch keine Entwarnung gegeben werden“. Sollten Wechselfröste auftreten, könne das die landwirtschaftlichen Kulturen noch treffen. Dabei seien es seltener Erfrierungen, die dem Getreide und Raps zusetzten. Vielmehr führten frostbedingte Bodenbewegungen zu einem Abreißen der zarten Wurzeln, was die Pflanzen vertrocknen lasse.
“Wir Landwirte hoffen jetzt, dass es trockener wird und die Böden befahrbar werden“, so Schulze zur Wiesch. Die Bauern warteten darauf, die Gülle ausbringen zu können und auch weitere Düngemaßnahmen zu erledigen, damit es auch tatsächlich bald heißen könne „Im Märzen der Bauer …“.
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