A- | Aa | A+
[Start] [Übersicht] [Kontakt] [Impressum]

Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband e.V.

WLV Rubrikbild

Sie sind hier: » Pressemeldungen » Kreisverband Minden-Lübbecke


11 März 2010 | Kreisverband Minden-Lübbecke

Frühling noch nicht in Sicht: Bauern stehen in den Startlöchern

Minden-Lübbecke /WLV (Re): Auch nach dem meteorologischen Frühjahrsbeginn Anfang März hat der Winter die Natur im Mühlenkreis noch fest im Griff. Doch die Bauern warten allmählich auf den Frühling, teilt der Landwirtschaftliche Kreisverband Minden-Lübbecke mit. Sie stehen in den Startlöchern für die Frühjahrsbestellung. Die Vegetation kam bis Ende Februar kaum in Gang und liegt damit gegenüber anderen Jahren zurück. „Bei Temperaturen knapp um den Gefrierpunkt verharren die Saaten weiter in Vegetationsruhe“, erklärt der Kreisverbandsvorsitzende Karl-Heinz Becker. Und der Frühling sei noch nicht erkennbar, laut Wettervorhersage solle es am Wochenende wieder Schnee geben.

„So bald es wärmer wird, geht es los mit den ersten Düngergaben zur Unterstützung des Pflanzenwachstums und dem Aussäen des Sommergetreides“, erläutert der Vorsitzende. Die Pflanzen, die schon im Herbst gesät wurden, wie das Wintergetreide und der Raps, brauchen jetzt Nährstoffe und müssen gedüngt werden. Auch Pflanzenschutzarbeiten stehen an. Das Sommergetreide wie Hafer, Sommerweizen oder Sommergerste müssen noch gesät werden. Vorher werden die Äcker gepflügt oder tief gelockert, diese Bodenbearbeitung schätzen auch Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais.

„Obwohl die Feldarbeiten in diesem Jahr später beginnen als sonst, haben wir aber wegen des Wachstumsstillstandes bisher noch nichts versäumt – die Saaten hatten bisher gar keinen Nährstoffbedarf“, erklärt der Vorsitzende. Auch für das Sommergetreide bestehe noch kein Anlass zur Sorge, und die Rüben würden ohnehin erst ab Ende März bestellt. Dagegen haben die im Herbst ausgebrachten Saaten den Winter relativ gut überstanden. Gut entwickelter Raps hat allerdings stark gelitten. „Außerdem haben die länger anhaltenden Minusgrade in diesem Winter für eine optimale Frostgare der Böden gesorgt, die den Saaten nun eine gute Bodenstruktur bietet“, betont Becker. „Die Startvoraussetzungen für das Wachstum im Frühjahr sind damit günstig.“

Im März beginnt das Frühjahr. Warum eigentlich?

Frühlingsanfang ist der Tag, an dem Tag und Nacht jeweils genau 12 Stunden dauern, also genau gleich lang sind, teilt der Landwirtschaftliche Kreisverband Minden-Lübbecke mit. Frühlingsanfang ist deshalb, genau wie alle anderen Jahreszeiten, eine Sache, die im Weltraum entschieden wird.

Die Erde dreht sich um die Sonne. Das dauert genau ein Jahr. Gleichzeitig dreht sie sich um ihre eigene Achse. Dafür braucht sie einen Tag. Solange unsere Seite in Richtung Sonne schaut, ist bei uns Tag. In dem Moment, wo wir uns von der Sonne wegdrehen, fängt die Nacht an. Und weil unsere Erdachse schief im Weltall steht, scheint die Sonne nicht immer im gleichen Winkel auf uns. Diese Veränderung des Winkels ist verantwortlich für unsere Jahreszeiten.

Sind beide Erdpole - auf Grund der Neigung der Erdachse - gleich weit von der Sonne entfernt (die Erdachse ist weder von der Sonne weg - noch zu ihr hingeneigt), werden alle Orte der Erde gleich lang beleuchtet, das ist die Tagundnachtgleiche. Man nennt dieses auch den astronomischen Frühlingsbeginn. Dieser Zeitpunkt ist nicht immer genau gleich: In den letzten 100 Jahren begann der Frühling meistens am 21. März, doch im 21. Jahrhundert fängt er oft am 20., manchmal sogar am 19. März an.
 
Neben diesem astronomischen Frühlingsbeginn kennen wir auch den meteorologischen Frühlingsbeginn, als den Frühlingsbeginn, an dem die Wetterkundler schon den Winter verabschiedet haben, und das ist der 1. März. Dann gibt es noch den phänologischen Frühlingsbeginn, der richtet sich nach dem Entwicklungsstand der Pflanzen und ist damit je nach Wetter sehr unterschiedlich.

Dann noch: Wie kalt war unser Winter 2009/2010?

Der Winter war kalt und es hat viel geschneit, so der Landwirtschaftliche Kreisverband. In die „Top Ten“ der kältesten Winter schafft er es allerdings nicht. Es gab schon deutlich kältere Winter, doch der jetzige Winter schafft es immerhin auf Platz 20 der kältesten Winter seit dem Jahr 1901. Das sind immerhin mehr als 100 Jahre.

Pressekontakt

Rita Rehring

Ravensberger Str. 6
32051 Herford
Tel.: 05221/180-250
Fax: 05221/180-262
Mail-Kontakt