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Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband e.V.

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17 März 2010 | Kreisverband Münster

Münsteraner Bauern informieren sich über Tierseuchenvorsorge

Schweinepest ist Existenz bedrohend für einen Bauernhof

<Münster> Mit der Tierseuchenvorsorge, einem für die Landwirtschaft der Stadt Münster wichtigen Thema, beschäftigten sich in der vergangenen Woche heimische Bäuerinnen und Bauern. Beim Treffen der Ortsverbandsvorsitzenden und Ortslandwirte informierten der Leiter des Veterinärsamts der Stadt Münster, Dr. Roland Otto, und Frau Dr. Annette vom Schloss von der Tierseuchenkasse Nordrhein-Westfalen über Tierseuchen, ihre Auswirkungen und Vorsorgemaßnahmen. Im Zentrum der Überlegungen standen die Maul- und Klauenseuche, die Rindern, Pferden, Schafen oder Ziegen gefährlich werden kann, sowie die Schweinepest, übertragen von Wild- auf Hausschweine.

95.000 Schweine leben auf Münsteraner Stadtgebiet auf 180 Betrieben, rund 12.000 Rinder werden auf 163 Betrieben gehalten und ca. 187.000 Stück Geflügel auf knapp 300 Betrieben. Kommt es zu einem Seuchenausbruch, erläuterte Amtstierarzt Dr. Otto, müssten in der Regel die Tiere der betroffenen Betriebe getötet werden, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Zwar gebe es, so Frau vom Schloss, eine Entschädigung für die getöteten Tiere, diese gleiche die entstehenden wirtschaftlichen Verluste aber nur zu einem Teil aus. Ein Ausbruch zum Beispiel der Schweinepest sei für die betroffenen landwirtschaftlichen Familien Existenz bedrohend und der einsetzende Exportstopp würde alle anderen Bereiche empfindlich treffen, ergänzte der Vorsitzendes des Kreisverbandes, Heinz-Georg Buddenbäumer.

Deshalb kommt für die Seuchenexperten der Vorsorge eine entscheidende Bedeutung zu. Beide appellierten an die Bauern, die Vorgaben der Seuchenhygieneverordnung schon im Eigeninteresse peinlich genau einzuhalten. Um im Vorfeld eine mögliche Einschleppung erkennen zu können, wiesen sie auf das so genannte „Frühwarnsystem“ hin. Es ermögliche den Veterinärbehörden eine gezielte Untersuchung auf Anzeichen einer Tierseuche, ohne dass es sofort zu erheblichen seuchenrechtlichen Restriktionen kommen müsse.

Für die Münsteraner Bevölkerung besteht laut WLV beim Auftreten einer Tierseuche keine Gefahr. Die Maul- und Klauenseuche oder die Schweinepest stellten keine Gefahr für den Menschen dar. Behindert werden könnten Münsteraner Bürger allenfalls durch dann bestehende Sperrmaßnahmen landwirtschaftlicher Betriebe.


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Intensive Diskussion über Tierseuchenvorsorge
Ein Ausbruch von Tierseuchen ist für die betroffenen landwirtschaftlichen Familien Existenz bedrohend. Bei einer Tagung in Münster disutierten Landwirte und Veterinärexperten Vorsorge- und Schutzmaßnahmen.

Im Bild von links: Heinz-Georg Buddenbäumer, Kreisvorsitzender, Susanne Schulze Bockeloh, Kreislandwirtin, Dr. Roland Otto, Kreisveterinär und Dr. Annette vom Schloss, Geschäftsführerin der Tierseuchenkasse NRW.

Pressekontakt

Laura Jacobs

Schorlemer Straße 15
48149 Münster
Tel.: 0251/4175-118
Fax: 0251/4175-136
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