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Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband e.V.

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15 Februar 2010 | Kreisverband Borken

Bäuerliche Familienbetriebe behaupten sich

Landwirtschaft im Kreis baut ihre Bedeutung aus

Der Schweinezyklus hat als Begriff in der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre einen festen Platz. Er beschreibt letztlich, dass Angebot und Nachfrage zyklisch wiederkehrend steigen und fallen und dass prinzipiell bei fallenden Preisen und Zinsen investiert wird.

Die Bauern im Kreis wenden diese Regel nahezu perfekt an : Wenn man die Landwirtschaft mit ihren nachgelagerten Verarbeitungsstufen und den vorgelagerten Maschinen- und Futterlieferanten betrachtet, erreicht dieser klein– bis mittelständisch geprägte Agrarbereich heute insgesamt einen Anteil von fast 25 % der Wertschöpfung in der Region, berichtet Markus Weiß, Vorsitzender des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit im landwirtschaftlichen Kreisverband Borken im Vorfeld der Vorstandssitzung am 19.Februar. Gerade im abgelaufenen Krisenjahr 2009, wie auch heute zeige sich der Agrarsektor als stabile Stütze in der Region und sichert durch seine ungebrochenen Investitionen viele Arbeitsplätze. Das viel beschriebene Bild der Wirtschaft im Kreis Borken vom Tausendfüssler gilt fast wörtlich für die hiesige Landwirtschaft, die mittlerweile der größte Branchenkreditnehmer bei den Volksbanken im Kreis ist. "Nach wie vor sind es die Familienbetriebe und nicht anonyme Fremdinvestoren, wie in anderen Regionen, die bei uns im Agrarbereich ihre Kredite finanzieren", bestätigt Hubert Pels, Sprecher des Vorstandes der VR-Bank Westmünsterland eG. Anders als in vielen Teilen Deutschlands sind es hier im Kreis die Familienbetriebe, die das Bild prägen. Mit nach wie vor einer in Nordrhein-Westfalen unterdurchschnittlichen Betriebsgröße von ca. 36 ha je Betrieb ( 2000 Betriebe sind kleiner als 20 ha) mit einem Mix aus Milchvieh-, Schweine- oder Bullenhaltung wie Geflügelhaltung und vielen Selbstvermarktern, Gemüsebetrieben etc. haben die Bauern im Kreis Borken eine Betriebsstruktur aufgebaut, die infolge ihrer Vielfältigkeit Krisenzeiten standhält. Das westliche Münsterland war schon immer kleinteilig als Parklandschaft beschrieben. Dieser Struktur angepasst zeigen sich die Bauernhöfe im Kreis bis heute, auch wenn die Betriebe wachsen und sich spezialisieren. Die Entwicklung zu größeren Betriebseinheiten vor dem Hintergrund zunehmenden Wettbewerbs verläuft im Kreis nach wie vor vergleichsweise langsam mit einer stark unterdurchschnittlichen Betriebsabnahmerate von fast 1,7% im Jahr, weil viele Betriebe neben der klassischen Viehhaltung weitere Unternehmenszweige aufgebaut haben wie Gemüse- und Kartoffelanbau, Fotovoltaik und Biogas, Selbstvermarktung und Bauernhofcafe. Dieses Nebeneinander von kleinen und größeren Betrieben, von allen Produktionszweigen und die dadurch gegebene Vielschichtigkeit prägen das Bild der Landwirtschaft im Kreis und bieten zunehmend interessante und krisenfeste Arbeitsplätze.

Pressekontakt

Stephan Wolfert

Butenwall 17
46325 Borken
Tel.: 02861/9306-58
Fax: 02861/9306-55

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