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Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband e.V.

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24 April 2010 | Kreisverband Lippe

Rapsblüte: Leuchtendes Gelb auf heimischen Feldern

Lippe (wlv). Leuchtendes Gelb und ein angenehm süßlicher Blütenduft wird so manchem Naturliebhaber bei seiner Wanderung am ersten Mai entgegenströmen. Die warme Witterung der vergangenen Tage hat dazu geführt, dass die Rapsfelder im Kreis Lippe herrlich gelb blühen, so der Lippische Landwirtschaftliche Hauptverein.

Trotz des langen Winters haben die Rapsbestände im Wachstum zügig aufgeholt. „Die Blüte hat mit nur wenigen Tagen Verzögerung fast zum normalen Zeitpunkt begonnen“, erläutert der Hauptsvorsitzende Heinrich Kemper. Vereinzelt sei es zu Auswinterungsschäden auf den Rapsfeldern gekommen, überwiegend zeigten sich die Bestände aber in weitgehend gutem Entwicklungszustand.

„Imker nutzen die Rapsblüte gern als frühe, üppige Bienenweide, die den kräftigen Rapshonig liefert“, erklärt Kemper. Er weißt weiter darauf hin, dass ein großer Teil des Rapses für wertvolles Speiseöl verwendet wird. Aber auch für technische Zwecke als Biodiesel, Hydrauliköl oder Schmierfett würde der nachwachsende Rohstoff eingesetzt. Mit dem starken Anstieg der Kraftstoffpreise habe der Biotreibstoff wieder an Attraktivität gewonnen. Zurzeit liegt der Tankstellenpreis von Biodiesel deutlich unter dem Preis für Mineraldiesel. Der Abstand beträgt um die 13 Cent pro Liter. Der Verbrauch von Biodiesel ist nach dem Einbruch jetzt wieder angestiegen. Dieser lag im Januar 2010 um knapp 40 Prozent über der Vorjahresmenge, wie eine Erhebung der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (Ufop) ergeben hat. Zugleich stieg bei insgesamt geringerem Dieselverbrauch der Anteil des Biodiesels von 6,7 Prozent im Januar 2009 auf 9,5 Prozent im Januar 2010. Der Verbrauch von reinem Pflanzenöl als Treibstoff ging allerdings stark zurück und hat sich mehr als halbiert.

Angesichts der Entwicklung beim Biodiesel fordert Heinrich Kemper (MdL) nach wie vor eine Rücknahme der steuerlichen Benachteiligung der Wettbewerbsfähigkeit. „Mit biologischen Treibstoffen können fossile Ressourcen gespart und die Umwelt geschont werden“, betont der Vorsitzende. So sei der Kohlendioxid-Kreislauf geschlossen. Das CO2, das sich bei der Verbrennung von Biodiesel bildet, wurde zuvor von der Rapspflanze im Rahmen der Photosynthese aus der Luft entnommen. „Im Gegensatz zum Verbrauch von fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Kohle und Erdgas findet kein Neueintrag von CO2 in Atmosphäre statt“, unterstreicht Kemper.

Pressekontakt

Rita Rehring

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