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Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband e.V.

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10 Juni 2010 | Kreisverband Soest

Raus aufs Feld:

Selbstpflücker stehen in den Starlöchern

Kreis Soest (wlv). Lange genug mussten sie in diesem Jahr warten: all die, die heimische Erdbeeren bevorzugen und diese auch gerne selber pflücken möchten. Mit Körben und Eimern „bewaffnet“ stehen sie in den Startlöchern und können spätestens zum Wochenende in Aktion treten.

„Nachdem die ersten heimischen Erdbeeren, die unter Folientunneln etwas früher reiften, schon seit einiger Zeit auf dem Markt sind, begann am letzten Wochenende - rund zwei Wochen später als in den vergangenen Jahren - die Freilandsaison,“ so der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Karl-Heinz Schulze zur Wiesch. Allerdings reiften die süßen roten Früchte noch nicht in der Menge, dass die Felder für Selbstpflücker geöffnet werden konnten.  Ende dieser Woche werde aber auch dieses der Fall sein.

„Die kalte Witterung der letzten Wochen hat dazu geführt, dass die Erdbeerernte in diesem Jahr extrem spät beginnt“, so Schulze zur Wiesch. Aber jetzt könne der Erdbeerhunger gestillt werden. Zahlreiche Landwirte im Kreis Soest bieten Erdbeeren frisch gepflückt oder zum Selberpflücken an.

Die Anbaufläche in der Region, so Schulze zur Wiesch, habe sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitet. Grund für den Erdbeerboom sei die Nähe zum Verbraucher und der Anbau von aromatischen Sorten für die direkte Vermarktung. Ein wesentlicher Vorteil der heimischen Erdbeerfelder seien kurze Wege vom Feld bis zum Kunden. Nur so können tagesfrische Früchte angeboten werden. Bei der Sortenwahl brauchen heimische Anbauer nicht die lange Haltbarkeit für den Transport in den Vordergrund zu stellen, sondern können die Sorten wählen, die am besten schmecken.

Beim Verbraucher sollten die Erdbeeren dann allerdings auch nicht zu lange aufbewahrt werden. Sie verlieren an Aroma und an Vitaminen. Deshalb sollten sie spätestens zwei Tage nach der Ernte verzehrt werden.

Was man über Erdbeeren wissen sollte:

Erdbeeren sind „Vitaminbomben“. Was den Vitamin C-Gehalt anbelangt, kann kaum eine andere heimische Frucht mithalten. Schon eine Portion von 125 Gramm Erdbeeren deckt den täglichen Bedarf.

Darüber hinaus liefern Erdbeeren wertvolle Mineralstoffe. Als weitere Inhaltsstoffe mit gesundheitsfördernder Wirkung enthalten Erdbeeren Flavonoide, von denen insbesondere das Quercetin von Bedeutung ist. Diese Substanz hemmt die Bildung der als krebserregend geltenden Nitrosamine im Magen.

In der Volksmedizin gelten Erdbeeren heute noch vor allem wegen ihres hohen Eisengehalts als wirksames Mittel gegen Blutarmut.

Wer gerne auch größere Mengen Erdbeeren isst, kann dies ohne Reue tun: Erdbeeren sind mit 35 kcal pro 100 Gramm sehr energiearm und zudem leicht verdaulich.


Pressekontakt

Petra Drees-Hagen

Marie-Curie-Str. 6
59423 Unna
Tel.: 02303/253-1036
Fax: 02303/253-1039
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