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24. Juni 2010 | Kreisverband Lippe
Neue bundesweite Plakat-Aktion: „Arbeit mit Leidenschaft“
Lippe/wlv (Re): „Arbeit mit Leidenschaft“ lautet der Titel der neuen, bundesweiten Kampagne des Bauernverbandes - die jetzt auch im Kreis Lippe startet. Vom 22. Juni bis 1. Juli 2010 sind landesweit auf angemieteten Werbeflächen in der Nähe von Verbrauchermärkten oder in innerstädtischen Bereichen Großplakate mit dem Motto zu sehen. Am Dienstag erläuterten Vertreter des Lippischen Landwirtschaftlichen Hauptvereins Ziel und Inhalt der neuen Plakat-Aktion.
„Wir wollen über die Leistungen der Bauern für die Gesellschaft informieren und deutlich machen, mit wie viel Herzblut wir Landwirte auf unserer Scholle arbeiten“, erklärt der Hauptvereinsvorsitzende Heinrich Kemper. Die Botschaft: Die Arbeit der Bauern in Deutschland ist ganzheitlich für alle Verbraucher von Nutzen. Sie ist Grundlage für Entwicklung und Wohlstand des Landes und verbessert die Lebensqualität der Bürger. Denn die Leistungen sind vielfältig: Sie umfassen die Lebensmittelversorgung sowie den Umwelt- und Klimaschutz und tragen wesentlich zur Energieversorgung sowie zur Erhaltung unserer reizvollen Kulturlandschaften bei. „Wir arbeiten mit Leidenschaft, doch unsere Arbeit muss sich lohnen.“, unterstreicht Kemper. Die bäuerliche Familie müsse von ihrem Hof leben können.
Die heimischen Bauern sorgen jeden Tag dafür, dass allen Menschen in Deutschland und in Europa hochwertige Lebensmittel in Spitzenqualität zur Verfügung stehen. Noch nie waren Milch, Brot und Fleisch so gut, gesund und kontrolliert wie heute. Die Verbraucher bekommen überall in Deutschland beste Qualität und Frische zu bezahlbaren Preisen auf den Tisch. „Die Preise für Lebensmittel sind über viele Jahre hinweg deutlich langsamer angestiegen als die Verbraucherpreise insgesamt“, weiß der Vorsitzende. Heute geben die Deutschen im Durchschnitt nur noch 11 Prozent des Einkommens für Nahrungsmittel aus. Versorgungssicherheit ist heute in Europa eine Selbstverständlichkeit. „Für die Bauern muss dafür aber ein ausreichendes Einkommen möglich sein, damit auch morgen der Tisch gedeckt ist, Tag für Tag“, untermauert Kemper. Kritisch sieht er, dass von einem Euro Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel der Landwirt heute nur noch 23 Cent erhält. Kemper: „Wenn die Verbraucher weiterhin Erzeugnisse aus heimischen Landen essen und trinken wollen, dann muss auch genug Geld bei den Bauern ankommen, damit diese eine langfristige Existenzgrundlage haben.“
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