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9 Juli 2010 | Kreisverband Ruhr-Lippe
Erntebeginn in der Region
Mähdrescher haben ersten Einsatz hinter sich
Ruhr-Lippe (wlv). Die ersten Gerstenbestände sind in der Region Ruhr-Lippe (Kreis Unna, Städte Bochum, Dortmund, Hamm und Herne) gemäht, so eine Mitteilung des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes. Nach einem kühlen Frühjahr war die Entwicklung der Getreidebestände zunächst verzögert. Trockenheit und Hitze führten dann jedoch dazu, dass besonders auf den leichteren Böden die Gerste schneller abreifte als den Bauern lieb war. „Bei Wassermangel, verbunden mit hohen Temperaturen wird das Getreide notreif“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Reinhard Döring. Ertragseinbußen seien die Folge.
Je nachdem, wie stark die Pflanzen unter dem Wassermangel gelitten hätten, reife die Gerste in diesem Jahr sehr unterschiedlich ab, so der Vorsitzende. Während einige Bestände schon gemäht seien, wären andere auch in den nächsten Tagen noch nicht reif. Wie stark die trockenheitsbedingten Ertragseinbußen bei der Gerste sein werden, könne man noch nicht sagen. „Vermutlich kommen wir hier eher mit einem blauen Auge davon“, sagt Döring. Deutlicher seien die Schädigungen beim Weizen, den die Hitze und Trockenheit in einer besonders empfindlichen Phase der Ertragsbildung, der Kornfüllungsphase, getroffen habe. Während die Weizenbestände Anfang Juni noch sehr gut ausgesehen hätte, sehe man nun sehr deutlich, wie sich die Ähren weiß färbten.
Jetzt, zunächst, stehe aber die Gerstenernte auf dem Plan. Danach würde der Raps, dann erst der Weizen und ebenfalls die mengenmäßig unbedeutenderen Früchte Hafer, Roggen und Triticale geerntet, erläutert Landwirtevorsitzender Reinhard Döring.
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