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Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband e.V.

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19 Juli 2010 | Kreisverband Herford

Neue SPD-Landtagsabgeordente besuchten den Landwirtschaftlichen Kreisverband

Herford /WLV (Re): Die neuen Landtagsabgeordneten der SPD Angela Lück und Christian Dahm besuchten am Montag dieser Woche (19. Juni 2010) den Landwirtschaftlichen Kreisverband Herford. Sie sprachen mit den Vertretern des Berufsstandes über die Situation der Landwirtschaft und der Bauernfamilien. Weitere Themen waren die Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft in NRW, die Europäische Wasserrahmenrichtlinie, die Änderung des Erneuerbaren Energiengesetz, der Flächenverbrauch, der Straßenbau sowie die Baugenehmigungspraxis bei Stallvorhaben.

Der Kreisverbandsvorsitzende Wilhelm Brüggemeier stellte im Gespräch die Bedeutung des grünen Berufszweiges für die Region heraus. So sei laut Untersuchung der Industrie- und Handelskammer die Nahrungsmittelbranche in Ostwestfalen der Umsatzträger Nummer eins. „Mehr als 16.000 Menschen arbeiten hier im Lebensmittelsektor“, betont Brüggemeier. Die Land- und Ernährungswirtschaft sei nach wie vor ein stabilisierender Faktor und für Konjunktur sowie Arbeitsmarkt von großer Bedeutung. Er weist weiter auf die vielen wichtigen Aufgaben hin, die die heimische Landwirtschaft für die Gesellschaft leiste. Sie umfasst neben der Lebensmittelversorgung zum Beispiel den Umwelt- sowie Klimaschutz. Weiter trägt der grüne Berufszweig wesentlich zur Energieversorgung sowie zur Erhaltung unserer reizvollen Kulturlandschaften bei. „Diese Arbeit der Landwirte verdient Anerkennung und politische Unterstützung“, hob der Vorsitzende hervor. Die Berufsvertreter appellieren an die Politiker, moderne Landwirtschaft durch zuverlässige politische Rahmenbedingungen zu begleiten, die eine nachhaltige betriebliche Planung ermöglichen. Dies sei gerade im Hinblick auf den bestehenden scharfen Wettbewerb auf den internationalen Märkten wichtig. Einseitige nationale Auflagen dürften nicht dazu führen, dass die landwirtschaftliche Erzeugung unsicher und kostenträchtiger wird.

Zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie in nationales Recht hob der Vorsitzende hervor, dass diese von den Behörden im Einvernehmen mit den Bauern vorgenommen werden müssten. „Hier ist Kooperation gefragt, sie muss praxisgerecht umgesetzt werden“, betont Brüggemeier. Weiter erwartet der Berufsstand bei der so genannten „Allianz für die Fläche“, dass auch vor Ort stärker die Interessen der Landwirtschaft berücksichtigt werden. „Der tägliche Verbrauch von rund 15 ha in NRW zerstört die Ernährungsgrundlage von 60 Menschen und gefährdet die Existenz vieler Bauern“, erklärt Brüggemeier. „Die Landwirte leben mit und von der Fläche!“ Der Berufsstand fordert, „dass die Politik stärker vorgehen muss, um den Flächenverlust durch Straßenbau, Gewerbegebiete und Ausgleichsflächen zu verringern.“ Im Hinblick auf Baugenehmigungs-Verfahren bei Stallvorhaben fordert der Berufsverband praxisgerechte Lösungen.

Pressekontakt

Rita Rehring

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