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9 Juli 2010 | Kreisverband Höxter-Warburg
Mähdrescher rollen auf den Feldern: Im Kreis Höxter startet Gerstenernte
Höxter /wlv (Re): Im Kreis Höxter startet die Gerstenernte: Die ersten Mähdrescher dürften mit der erneuten Hitzeperiode zum Wochenende ihre Arbeit beginnen. Die Ertragserwartungen haben die Bauern jedoch deutlich zurückgeschraubt. „Die Witterung hat insbesondere auf den leichteren Böden drastische Spuren hinterlassen“, erläutert der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter-Warburg Antonius Tillmann. Die Landwirte rechnen mit Ertragseinbußen.
Die Wintergerste, die alljährlich den Erntereigen eröffnet, kommt nach ersten Prognosen noch am besten weg. Tillmann: „Sie war in der Abreife bereits recht weit fortgeschritten, sodass ihr die Gluthitze der ersten Julitage nicht mehr sehr viel anhaben konnte. Schlimmer sieht es mit der Triticale (Kreuzung aus Roggen und Weizen) aus. Hier rechnen Fachleute mit Ertragseinbußen.
Auch beim Weizen sind deutliche Trocken- und Hitzeschäden zu sehen. „Die Bestände waren Anfang Juli erst in der Phase der Kornfüllung“, erklärt der Vorsitzende. Bei Temperaturen von 30 Grad Celsius und mehr haben die Pflanzen ähnlich wie viele Menschen in den absoluten Spargang geschaltet und damit keine Reservestoffe eingelagert. Die Landwirte erkennen dies an den zunehmend weißen Ähren, die nur schwach ausgebildete Körner enthalten.
Sehr unterschiedlich präsentieren sich die Maisbestände. Der Mais befindet sich derzeit in einer kritischen Phase, in der die Kolben gebildet werden. Auch müssten die Maispflanzen mindestens einen halben Meter höher sein. Doch aufgrund der Trockenheit wachsen die Pflanzen nicht, sondern rollen die Blätter gegen die Hitze ein. „Hier gibt es hohe Ertragseinbußen, wenn es nicht bald regnet. Aber da müssen wir noch abwarten“, so Tillmann und hofft auf das ein oder andere Gewitterschauer zur Erholung der Bestände. Die Zuckerrüben auf den besseren Standorten sehen noch einigermaßen gut aus, während auf den leichteren Böden das „Schlafen“ der Rüben deutlich zu erkennen ist. Schlecht sieht es weiter bei den Grünflächen im Kreisgebiet aus. „Das Wachstum ist gleich Null“, berichtet der Vorsitzende. „Statt sattem Grün auf Weiden und Wiesen erblickt man hier nur vertrocknete Flächen.“ Der Vorsitzende bilanziert: „Die Witterung ist für uns wieder eine große Herausforderung.“
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