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10 August 2010 | Kreisverband Ruhr-Lippe
Europäischer Hirtenzug kommt in den Kreis Unna
Kreis Unna (wlv). Zu Fuß mit einer Schafherde von Berlin über die Niederlande, Belgien und Luxemburg nach Trier; das ist der europäische Hirtenzug 2010. Voraussichtlich am Donnerstag und Freitag dieser Woche werden die Schäfer Anton Hense und Wolfgang Scholle aus Lichtenau mit dieser außergewöhnlichen Aktion durch den Kreis Unna wandern, so eine Mitteilung des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe.
Mit Romantik hat die Aktion jedoch wenig zu tun. „Schafherden ziehen durch Europa – für eine bessere Zukunft“, so lautet das Motto des Hirtenzuges mit dem die Berufsschäfer auf die Bedeutung der professionell betriebenen Schafhaltung für den Erhalt der Kulturlandschaft, die Vernetzung von Biotopen und vieler weiterer Umweltleistungen aufmerksam machen wollen. Gleichzeitig wollen sie die Öffentlichkeit auch für die Probleme der heimischen Schäfer, so zum Beispiel die anstehende elektronische Einzeltierkennzeichnung, sensibilisieren.
„Die von der Europäischen Union angedachte elektronische Einzelkennung von Schafen ist in der Praxis bei Berufsschäfern mit ihren großen Herden nicht durchführbar“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe (Kreis Unna, Städte Bochum, Dortmund, Hamm und Herne) Reinhard Döring. Zur Seuchenvorsorge und Rückverfolgung von Tierbewegungen reiche, wie in der Schweinehaltung angewandt, die Bestandskennzeichnung vollkommen aus. Die Schafhaltung sei ein zu wichtiger Bereich, als dass ihr durch diese unpraktikablen bürokratischen Auflagen die Zukunftsfähigkeit genommen werde.
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Schäfer Anton Hense, Studentin Leonie Schäfer und Schäfer Wolfgang Scholle


