Maisernte: Vorsicht bei regnerischem Wetter

05. Oktober 2017

Ennepe-Ruhr-Kreis/Hagen (wlv). Noch stehen die meisten Maisfelder im Ennepe-Ruhr-Kreis und Hagen und warten auf die Ernte, aber eine Wetterbesserung ist nicht in Sicht. „Bei Dauerregen können wir nicht ernten, aber auf wirklich abgetrocknete Felder können wir für die Erntearbeiten wohl leider nicht mehr hoffen“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Dirk Kalthaus. Das bringe neben den Problemen beim Maishäckseln auch verschmutzte Straßen mit sich. „Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer deshalb um erhöhte Vorsicht“, sagt der Landwirtevorsitzende.

 

„Während im Nordkreis die Maisernte schon etwas weiter voran geschritten ist, sind wir im Südkreis gerade erst angefangen“, sagt Kalthaus. Im Norden sei der Mais früher reif gewesen, im Mittelgebirge des Südens brauche er witterungsbedingt länger, deshalb habe man mit der Ernte nicht früher beginnen können.

 

Der nasse Boden hafte im Profil der Reifen und werde so beim Transport des gehäckselten Maises mit auf die Straßen gebracht. „Wir Bauern geben uns zwar große Mühe, die Fahrbahnen so schnell wie möglich wieder zu reinigen, kurzfristige Verschmutzungen lasen sich aber nicht immer vermeiden“, bittet der Vorsitzende um Verständnis. Man könne bei schneller Fahrt ins Schleudern geraten und auch der  Bremsweg sei deutlich länger, so Kalthaus.

 

Zudem müsse man jetzt im Herbst immer damit rechnen, dass Erntemaschinen und Transportfahrzeuge unterwegs seien.  „Unsere landwirtschaftlichen Gefährte sind groß und nicht so schnell wie die meisten anderen Fahrzeuge. Da kann es auf den Straßen, besonders an den Einmündungen der Feldwege, schon mal eng werden“, sagt er.

 

 

Mais: Wie wird er genutzt und wann wird er geerntet?

 

Mais wird je nach Verwendungszweck zu unterschiedlichen Zeiten geerntet. Aktuell wird der als Rinderfutter dienende Silomais eingebracht, der in der Region den größten Anteil ausmacht. Hierbei werden die ganzen Pflanzen gehäckselt und luftdicht verschlossen. Durch die entstehende Milchsäuregärung wird das Futter - nach dem Prinzip der Sauerkrautherstellung - für den Winter konserviert. Etwas später wird das sogenannte Corn-Cob-Mix (CCM) - zu deutsch Korn-Spindel-Gemisch - geerntet. Hierbei wird nur der energiereichere Kolben genutzt. Ebenfalls zerkleinert und einsiliert wandert es in den Schweinemagen. Reift der Mais noch weiter ab, werden nur noch die Körner verwendet.

 

 

Presse-Kontakt

Daten werden geladen …