Einseitige Schuldzuweisungen bringen nichts
Wir alle sind gefordert!

17. November 2017

Stellungnahme zur Pressemeldung des Umweltverbandes BUND im Kreis Herford zum Besuch der Landwirtschafts- und Umweltministerin Christina Schulze Föcking auf dem Kreisverbandstag in Herford am 9. November 2017

Herford /WLV (Re) Auf Unverständnis stoßen die scharfen Aussagen des Umweltverbandes BUND im Kreis Herford hinsichtlich des Besuches der Landwirtschafts- und Umweltministerin Christina Schulze Föcking auf dem Kreisverbandstag in Herford am vergangen Donnerstag (9. November 2017) beim Landwirtschaftlichen Kreisverband Herford-Bielefeld.

„Wir haben den Eindruck, hier wird politische Stimmungsmache gegen die Ministerin und auf den Rücken der Bauern und der Landwirtschaft gemacht“, so der Kreisverbandsvorsitzende Hermann Dedert. Die Ministerin Schulze Föcking habe an dem Abend mehrfach ihre Dialogbereitschaft angeboten. Wäre es nicht erfolgreicher und zielführender, gemeinsam im Dialog die Probleme anzugehen, denn dafür seien sie zu wichtig? Der Kreisverbandstag sei eine offene Veranstaltung für alle Interessierten gewesen. „Wir sind enttäuscht, warum haben der BUND Herford bzw. Bernd Meier-Lammering als Sprecher des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) nicht den direkten Weg gesucht, um sich auszutauschen, anstatt über die Presse zu gehen?“, fragt sich Dedert. „ Wir sind für Gespräche offen und bereit.“

Die Landwirtschaft tue schon Vieles hinsichtlich Artenvielfalt und Biodiversität. Doch wieder einmal werde einseitig die Landwirtschaft an den Pranger gestellt. Dedert: „Wir sind gegen pauschale Verurteilungen und würden uns freuen, gemeinsam, sachlich und differenziert mit dem BUND zusammen zu arbeiten.“

Auch die Landwirte sehen den Rückgang der Artenvielfalt mit Sorge und unternehmen einiges zur Verbesserung der Biodiversität wie Blühstreifen, Uferrandstreifen, Vertragsnaturschutz, freiwillig angelegte Biotope u.a.. „Wir Landwirte sind unserer Verantwortung für Tiere und Umwelt, für Artenvielfalt und Biodiversität bewusst“, so Dedert. „Wir denken und arbeiten in Generationen, in und mit der Natur und der Boden ist unser wichtigstes Gut.“ Doch es gebe ja auch viele andere Gründe wie Flächenverbrauch, zunehmende Versiegelung, Prälatoren wie Krähen, Raben und andere Nesträuber oder die Gestaltung privater Hausgärten. Es sei einfach, die Landwirtschaft als Hauptschuldigen an den Pranger zu stellen, zielführend und problemlösend sei es nicht. „Das Problem sei zu ernst, als das es mit dem einseitigen Scheuklappenblick des BUND auf die Landwirtschaft betrachtet wird“, unterstreicht Dedert. „Wir sind alle gefordert und einseitige Schuldzuweisungen bringen nichts, im Gegenteil, sie erschweren wirklich konstruktive Gespräche und Lösungen.“

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Auf Unverständnis stoßen beim Kreisverbandsvorsitzenden Hermann Dedert die scharfen Aussagen des Umweltverbandes BUND im Kreis Herford hinsichtlich des Besuches der Landwirtschafts- und Umweltministerin Christina Schulze Föcking auf dem Kreisverbandstag in Herford am 9. November 2017.

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