Ernte mit Zwangspausen

01. August 2017

Ruhr-Lippe (wlv). „Das hat uns erntemäßig schon mal etwas weiter gebracht“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe (Kreis Unna, kreisfreie Städte Bochum, Dortmund, Hamm und Herne) Hans-Heinrich Wortmann mit Blick auf das Wetter des vergangenen Wochenendes. Nachdem die Gerste Anfang Juli bei schönem Wetter geerntet werden konnte, setzten während der anschließenden Rapsernte die Regenfälle ein und brachten den heimischen Landwirten eine unfreiwillige Zwangspause.

„Obwohl wir von den schlimmen Unwettern, die in anderen Teilen Deutschlands in den letzten Wochen wüteten, verschont geblieben sind, wurden auch wir langsam nervös“, sagt Wortmann. Anhaltende Regenfälle hätten ihre Spuren in Weizen, Roggen, Hafer oder Triticale hinterlassen und auch beim noch nicht geernteten Raps habe man Verluste hinnehmen müssen. Beim Weizen, der wichtigsten Getreideart in der Region, sei zu befürchten, dass die Backqualität gelitten habe. „Verbleibt das reife Korn zu lange bei feuchter Witterung auf dem Halm, setzen enzymatische Keimungsprozesse ein, was die Backeigenschaften reduziert“, erklärt Wortmann. Dieser Weizen könne dann nur noch als Futterweizen vermarktet werden.

So seien die heimischen Landwirte froh gewesen, dass am Wochenende die Mähdrescher wieder rollen konnten. „Allerdings konnten die Erntearbeiten in allen Gegenden nicht gleich schnell voranschreiten, denn die Gewitter in der Nacht von Samstag auf Sonntag brachten unterschiedlich starke Niederschläge mit sich“, sagt Hans-Heinrich Wortmann. Leider hätten die Mähdrescher auch am Dienstag schon wieder wetterbedingt die Arbeit einstellen müssen. „Um die Getreideernte in unserer Region vollständig einbringen zu können, brauchen wir noch einige Tage gutes Wetter“, so der Landwirtevorsitzende.

Presse-Kontakt

Landwirt Hans-Heinrich Wortmann wünscht sich einige Tage beständig sonniges Wetter.

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