Landwirte haben sich 365 Tage im Jahr dem Wohl der Tiere verschrieben

27. Juli 2016

Tierwohl im Fokus: Tierschutz ist eine Initiative der Landwirtschaft

Münster <wlv> Die Haltung von Nutztieren ist in Westfalen-Lippe ein wirtschaftlich sehr bedeutsamer Bereich der Landwirtschaft, wird aber in Teilen der Gesellschaft kontrovers diskutiert. Als Erzeuger tierischer Lebensmittel stehen die Landwirte in der Verantwortung, in jeder Hinsicht sichere Produkte abzugeben. Tierwohl und Tierschutz sind dabei die wichtigsten Aspekte, die für die Landwirte in ihrem Berufsalltag oberste Priorität haben.

„Tierwohl und Tiergesundheit stehen für uns an oberster Stelle. Wir haben uns als verantwortungsvolle Tierhalter 365 Tage im Jahr dem Wohl der Tiere verschrieben. Die Tiere müssen gesund sein und gut gepflegt werden“, sagt Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes. „Moderne, gut ausgestattete Ställe ersetzen keinesfalls die Arbeit mit dem Tier. Mehrmals am Tag vergewissern wir uns im Stall, dass es den Tieren gut geht. Moderne Technik ist wichtig, macht den Landwirt dabei aber keineswegs überflüssig“, weiß der Fachmann, selbst Landwirt in Borken.

Ein starkes Signal für mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung in NRW geht von einer gemeinsamen Erklärung der Landwirtschaftsverbände, der Landesregierung, Vertretern aus Tierschutzorganisationen und dem Einzelhandel aus. Demnach sollen künftig die Schnäbel von Legehennen und Puten nicht mehr routinemäßig gekürzt werden. Das routinemäßige Kürzen der Schnäbel bei Legehennen wird in der konventionellen Geflügelhaltung überwiegend als wirksamste Methode gegen Kannibalismus und Federpicken bei Legehennen und Puten angesehen. Es wird in Europa bei Puten und Legehennen nahezu flächendeckend angewandt.

Damit es den Tieren in den Ställen noch besser geht, wirken die Landwirte bei einer Vielzahl von Initiativen und Projekten mit, zum Beispiel in der Schweinehaltung:

  • NRW-Projekt "Gesunde Tiere - Gesunde Lebensmittel"
  • Initiative Tierwohl
  • Entwicklung eines Beratungskonzeptes zur Vermeidung von Caudophagie
  • Entwicklung eines Managementsystems zur Mast nicht kupierter Schweine
  • Entwicklung von individuellen Beratungspaketen für landwirtschaftliche Betriebe

„Gesunde Schweine, Rinder oder Geflügel sind für unsere Bauernfamilien eine Herzensangelegenheit. Der WLV unterstützt mit einer Vielzahl von Initiativen und Projekten dieses Anliegen und wirkt so bei der Weiterentwicklung des Tierwohls mit. Wir Landwirte machen uns durch Projekte wie dieses auf den Weg und versuchen durch unsere Aktivitäten, die Wünsche der Verbraucher in die Praxis umzusetzen“, macht Johannes Röring deutlich. „Ein hohes Fachwissen ist notwendig, um den Anforderungen der Tiere gerecht zu werden. Ob Schweine-, Rinder- oder Geflügelhaltung – unsere Landwirte sind hierfür bestens ausgebildet.“

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