Kehrtwende des Bundesumweltministeriums ist das richtige Signal

10. Februar 2017

Röring: „Bauernfamilien sind zu einem ehrlichen Dialog bereit“

Münster <wlv>  Die gestern bekanntgegebene Entscheidung von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks (SPD), ihre umstrittene Kampagne „neue Bauernregeln“ zu stoppen und den Dialog mit der Landwirtschaft zu suchen, stößt in der Landwirtschaft auf breite
Zustimmung. Sie war jedoch auch überfällig. Nach Ansicht des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV) bietet die Kehrtwende des Bundesumweltministeriums die Chance, wieder zu einer konstruktiven Debatte über den Weg zu mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft zurückzukehren.  

WLV-Johannes Röring stellt hierzu fest: „Die jüngste Kampagne des Bundesumwelt-ministeriums war für viele Menschen der Tropfen, der ein bereits sehr volles Fass zum Über-laufen brachte. Die Landwirtschaft ist seit Jahren Zielscheibe von oft unberechtigter und polemischer Kritik. Es reichte jetzt und ich bin froh, dass Ministerin Hendricks ihren Fehler eingesehen, die unsägliche Kampagne gestoppt und sich bei den Bauernfamilien entschuldigt hat. Wir begrüßen das Angebot der Ministerin, nunmehr in einen Dialog zu treten, der in ihren eigenen Worten mit offenem Visier, deutlich in der Sprache und mit gegenseitigem Respekt geführt werden soll. Unsere Bauernfamilien sind zu einem ehrlichen Dialog bereit.“

Anlässlich des Beginns der öffentlichen Konsultation der EU zur Zukunft der europäischen Agrarpolitik hatte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicher-heit am 2. Februar eine Kampagne mit dem Titel „Gut zur Umwelt. Gesund für alle.“ gestartet. Die in diesem Zusammenhang veröffentlichten, in Reimform verfassten „neuen Bauernregeln“  zu einer Welle der Empörung und heftige Auseinandersetzungen in der Öffentlichkeit gesorgt.

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