WLV-Präsident Johannes Röring: „Schutz unserer Tiere ist oberste Prämisse“

24. November 2017

Landwirte in Westfalen-Lippe kümmern sich um den Schutz ihrer Tiere

Münster <wlv> 365 Tage im Jahr steht für die Landwirte in Westfalen-Lippe das Wohl der Tiere an oberster Stelle. In den vergangenen Monaten hat der landwirtschaftliche Berufsstand im Rahmen der Offensive Nachhaltigkeit darüber hinaus intensive Leitprojekte erarbeitet, die die Tierhaltung noch nachhaltiger gestalten. „Wir Bauern in Westfalen-Lippe haben erkannt, dass Akzeptanz nur mit Offenheit, Transparenz und Veränderungsbereitschaft erreicht werden kann. Dazu gehört auch die klare Haltung, ehrlich Probleme und Schwachstellen der Produktion zu benennen und aktiv an einer Problemlösung zu arbeiten“, sagte Johannes Röring mit Blick auf das Maßnahmenpaket der Offensive Nachhaltigkeit.

Aktuell setzen sich die Landwirte zudem intensiv für den Schutz ihrer Schweine vor der afrikanischen Schweinepest ein. Hierzu wurden in den vergangenen Wochen zahlreiche Informationsveranstaltungen in Westfalen-Lippe durchgeführt, die Zusammenarbeit und der enge Austausch mit den Jägern wurde hierbei weiter intensiviert. Im Juni dieses Jahres wurde der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Tschechien beim internationalen Tierseuchenamt (OIE) gemeldet. Für die Schweinehalter in Westfalen-Lippe gilt seither noch ein verstärkter Seuchenschutz, um die Übertragung in deutsche Wildschwein- und Hausschweinbestände unbedingt zu verhindern. Bereits ein ASP-Ausbruch bei Wildschweinen hätte für die Schweine haltenden Betriebe in dem dann abgegrenzten gefährdeten Bezirk dramatische Folgen.

„Der Schutz unserer Tiere hat oberste Prämisse. Wir müssen alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um eine Übertragung in unsere Breitengrade zu verhindern“, machte Johannes Röring mit Blick auf die Gefahren der Schweinepest deutlich. „Auch der Wolf beschäftigt uns weiterhin. Wir freuen uns, dass wir mit dem von uns in Auftrag gegebenen Gutachten zur Bestandsregulierung im August eine Debatte angestoßen haben, die nunmehr in ganz Deutschland geführt wird. Dabei geht es nicht darum, den Wolf zu verbannen. Vielmehr wollen wir für den Schutz unserer Rinder und Schafe auf den Weiden sensibilisieren und die Möglichkeit der Weidehaltung erhalten“, so Röring weiterhin.

Presse-Kontakt

Daten werden geladen …