Reduzierte EU-Rapsernteschätzung kann kaum stützen

11. Juni 2018

Die Rapskurse in Paris gaben parallel zu den schwachen US-Sojakursen in der vergangenen Woche nach. Der Fronttermin schloss vier Tage in Folge im Minus und beendete den Handel am Mittwoch mit 356,00 EUR/t. Sollte der Zollstreit zwischen den USA und China weiter eskalieren, dann könnte die Nachfrage Chinas nach Raps als Alternative zu US-Soja deutlich anziehen. Allerdings ist das noch nicht absehbar und dürfte für die kurzfristige Entwicklung der Rapskurse keine Rolle spielen. Unterstützung kommt hingegen von der EU-Kommission und den Analysten von Tallage. Beide haben ihre Schätzung der EU-Rapsernte 2018 nach unten korrigiert. Während die EU-Kommission mit einem Rückgang gegenüber der Vormonatsprognose von 0,9 auf 21,7 Mio. t rechnet, avisiert Tallage eine Rapserzeugung von 21,4 Mio. t, d.h. rund 0,8 Mio. t weniger als in der vorangegangenen Schätzung. Die ungünstigen Vegetationsbedingungen in Teilen der EU-28 belasten auch die Abgabebereitschaft aus der Landwirtschaft. Gleichzeitig üben noch vorhandene Importmengen an Australraps und die bald auf den Markt kommenden frühen neuerntigen Partien aus Südosteuropa Druck auf die Notierungen aus. (Quelle: AMI)

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