Trockenheit in Deutschland stützt Weizenkurse in Paris

11. Juni 2018

Die Weizenkurse in Paris konnten sich gegen den scharfen Kursrutsch der US-Notierungen in der vergangenen Woche behaupten. Zwar gaben die EU-Kurse vor dem Wochenende um rund 3 % nach, das war aber nur halb so viel wie für Weizen in Chicago. Im Verlauf der aktuellen Woche ist der Fronttermin wieder kontinuierlich gestiegen und beendete zuletzt auf 183 EUR/t den Handel. Das waren rund 0,1 % mehr als in der Vorwoche. Neben der festen Tendenz der US-Weizenkurse haben vor allem Sorgen vor trockenheitsbedingten Ertragsausfällen in Russland und anderen bedeutenden Erzeugerländern von Weizen Auftrieb verliehen. Allerdings wurden die Gewinne durch den zuletzt deutlich gestiegenen Euro limitiert, was die Konkurrenzfähigkeit am Weltmarkt reduziert. Zusätzlich stützten heftige Stürme in Frankreich die feste Tendenz. Viele Weizenfeldbestände sind flächendeckend ins Lager gegangen, was zu Ertrags- und Qualitätsverlusten auf den betroffenen Schlägen führen könnte. Für Deutschland bleibt indes die Trockenheit die größte Sorge der Marktteilnehmer. Besonders in Nord- und Ostdeutschland dürfte der anhaltende Trockenstress zu Ertragsausfällen führen. Aber nicht nur in Deutschland leiden die Feldbestände unter dem Wassermangel, auch in Dänemark, Südschweden und Polen ist es zu trocken. (Quelle: AMI)

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