Schleppende Exporte drücken Weizenkurse

26. November 2018

Die großen Verluste über das Wochenende konnten bislang noch nicht wieder ausgeglichen werden, auch wenn die Weizenkurse zuletzt fester tendierten. Weizen schloss am Mittwoch mit 199,25 EUR/t und lag so knapp 2 EUR/t unter Vorwochenlinie. Zu Wochenbeginn rutschte der Fronttermin auf ein 2-Monatstief, nachdem der feste Euro die Hoffnungen auf zunehmenden Export zunichtemachte. Zudem bestätigten die aktuellen Exportzahlen der EU-Kommission die anhaltend schleppenden Ausfuhren. Diese liegen jetzt bereits 27 % unter Vorjahresvolumen. Die Exportchancen sind auf dem derzeit impulslosen Weizenmarkt das Einzige, das zu Spekulationen antreibt. So warten die EU-Exporteure auf ihre Chance, falls die russischen Exportleistungen abflauen sollten. Aber die ersten Stimmen werden laut, dass das ein sehr langes Warten werden kann. Etwas Hoffnung versprach die jüngste Ausschreibung aus Saudi-Arabien über 495.000 t, die zu einem Teil aus europäischen Herkünften gedeckt werden könnte. Selbst deutsche Anbieter versprechen sich ein Stück vom Exportkuchen, was die Prämien allerdings nicht antreiben konnte, sondern bei 4 EUR/t auf die Pariser Notierung für 12,5er Weizen stabilierte. Die feste Tendenz der Terminkurse an den darauffolgenden Tagen war die Folge reger Kontraktkäufe, die nach dem 2-Monatstief einsetzten. Der leichte Eurorückgang und ebenfalls feste Tendenz in Chicago stützen zusätzlich. (Quelle: AMI)

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