Paris: Schrumpfendes weltweites Weizenangebot erwartet

13. Januar 2020

Die Weizenkurse in Paris konnten sich im Vergleich zur Vorwoche leicht um 1 auf 190 EUR/t befestigen. Sie wurden von der Sorge um das weltweite Angebot gestützt. Ungünstige Witterungsbedingungen in den konkurrierenden Exportstaaten Russland, der Ukraine und Australien könnten die Ernten dort schmälern. Bullische Impulse gibt zudem die Aussicht auf geringere Aussaatflächen in Frankreich, Deutschland und Großbritannien. So könnte auch in der EU im Kalenderjahr 2020 weniger Getreide zusammenkommen als bisher erwartet. Auftrieb gibt zudem weiterhin die rege Exportnachfrage nach EU-Weizen. Bereits im Dezember verließen zahlreiche Schiffe die französischen und deutschen Häfen. Im Januar wird sich dies voraussichtlich fortsetzen. Feste Preise in der Schwarzmeerregion, die den Weizen aus dieser Richtung unattraktiver für Käufer aus dem Ausland machen, dürften das zusätzlich unterstützen. Zudem hat Marokko den Zoll auf Weichweizen vom 02.01.2020 bis zum 30.04.2020 ausgesetzt, um eine regelmäßige Versorgung des Landes zu gewährleisten und Preiserhöhungen auf dem Inlandsmarkt zu verhindern. Das wirkte zusätzlich unterstützend, da Marokko eine wichtige Exportdestination für französischen Weizen ist. Die Kursgewinne wurden durch die Verschärfung des Nahost-Konflikts etwas gedeckelt. Marktteilnehmer befürchten, dass dadurch die Handelsströme gestört werden könnten. (Quelle: AMI)

 

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