2. DBV-Erntemeldung: Durchschnittliche Hektarerträge bei Weizen und Raps

31. Juli 2020

Die Getreideernte kommt langsamer voran als in den Vorjahren. Die Winterweizenernte ist regional sehr unterschiedlich weit vorangeschritten, vor allem im Norden gerade einmal angelaufen. Dagegen ist die Rapsernte in vollem Gange, vielerorts bereits weit fortgeschritten. Die bisher geernteten Weizenbestände lassen im Bundesdurchschnitt bei großen regionalen Schwankungen ein Ertragsniveau von 7,5 t/ha erwarten, was in etwa dem Vorjahresertrag entspricht. Aufgrund der verringerten Anbaufläche von 2,84 Mio. ha (- 7 % gegenüber 2019) würde die Erntemenge nach derzeitigen Schätzungen mit 21,4 Mio. t deutlich unterhalb des Vorjahresergebnisses von 22,8 Mio. t liegen. Die Rapserträge übertreffen mit 3,4 t/ha die Vorjahreserträge in Höhe von 3,3 t/ha um 2,5 %. Die Erntemenge dürfte dagegen mit 3,2 Mio. t knapp 15 % höher ausfallen als im zurückliegenden Jahr (2,8 Mio. t). Ursächlich hierfür ist die Ausweitung der Anbaufläche um 100.000 Hektar auf 953.000 Hektar (+ 11,7 %).

In Westfalen-Lippe zeigen sich über alle Getreidearten Ertragsrückgänge zwischen 10 und 15% im Vergleich zum Vorjahr. Die Wintergerste ist bis auf Restflächen gedroschen. Die Ernte von Triticale, Winterweizen und Roggen ist in vollem Gang. Die Winterweizenerträge liegen bisher 10% unter dem Vorjahr,  da hier erst ca. 40% der Bestände gedroschen sind und die besseren Standorte noch zur Ernte anstehen, kann sich das Ergebnis durchaus noch verbessern.
Beim Winterraps scheint es im Vergleich zu den schlechten Vorjahren in diesem Jahr eine etwas bessere Ernte (+5% zum Vorjahr) zu geben, allerdings liegen hier noch nicht alle Ergebnisse vor.
Die feuchtere Witterung der letzten zwei Wochen hat beim Weizen und beim Sommergetreide teilweise zu Zwiewuchs geführt. Für Mais und Zuckerrüben sowie Grünland wirkten sich die Niederschläge positiv aus. In Kartoffelbeständen treten erste Probleme mit Krautfäule auf.

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