Sonderausschreibungen für Wind und Solar noch in diesem Herbst geplant

14. August 2018

Die Bundesregierung will noch in diesem Herbst einen Vorschlag vorlegen, wie die Sonderausschreibungen für Windenergie an Land und Solarenergie aussehen können. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor. Diese Sonderausschreibungen hatte die Bundesregierung im Koalitionsvertrag angekündigt: Damit sollen acht bis zehn Millionen Tonnen CO₂ zum Klimaschutzziel 2020 beitragen. „Hier sollen je vier Gigawatt Onshore-Windenergie und Photovoltaik sowie ein Offshore-Windenergiebeitrag zugebaut werden, je zur Hälfte wirksam in 2019 und 2020“, kündigt der Koalitionsvertrag an. Voraussetzung sei die Aufnahmefähigkeit der entsprechenden Netze.
Vor allem die Windenergiebranche drängt auf diese Sonderausschreibung, weil sie einen Teil des Zubaurückgangs auffangen könnte, der sich aufgrund des neuen Ausschreibungssystems in diesem Jahr ergeben hat. Laut Bundesverband WindEnergie (BWE) ist nach einem durchschnittlichen Zubau von rund 4.600 MW Wind an Land in den Jahren 2014 bis 2017 im Jahr 2018 nur noch mit einem Zubau von rund 3.500 MW zu rechnen. Im Jahr 2019 wird ein Rückgang des Zubaus auf maximal 2.000 MW erwartet.
Ohne ein stabil ausgeprägtes Ausbauvolumen wird die Energiewende zum Stillstand kommen und die Windindustrie sich in andere Märkte orientieren, so der BWE. Deutschland könnte dann seine klimapolitischen Zusagen zum Pariser Klimaabkommen und gegenüber der Europäischen Union nicht einhalten.


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