Erneuerbare Energien legen weiter zu

12. November 2018

Nach einem aktuellen Bericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie stieg 2017 der Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Bruttostrom-verbrauch auf 36 Prozent (2016: 31,6 Prozent). Damit wurden aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse rund 216 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt. Dies ist der bisher stärkste Zugewinn innerhalb eines Jahres. Ursache für den deutlichen Anstieg waren der kräftige Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten, insbesondere bei der Windenergie und die besseren Windverhältnisse als im windarmen Jahr 2016. Die Windenergie ist innerhalb der erneuerbaren Energien im Strombereich die mit Abstand wichtigste regenerative Stromquelle.


Der Endenergieverbrauch für Wärme aus erneuerbaren Energien betrug im Jahr 2017 insgesamt rund 169 Milliarden kWh. Insgesamt sank der Anteil der erneuerbaren Wärme um 0,3 Prozentpunkte auf 13,2 Prozent.


Der Anteil der erneuerbaren Energien im Verkehrssektor blieb gegenüber dem Jahr 2016 mit 5,2 Prozent konstant. Zwar stieg die Nutzung biogener Kraftstoffe an, noch stärker jedoch wuchs der gesamte Kraftstoffverbrauch im Verkehrssektor.


Durch die Nutzung der erneuerbaren Energien in Deutschland konnten nach Berechnungen des Umweltbundesamts im Jahr 2017 rund 177 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen vermieden werden. Hiervon entfielen auf den Stromsektor rund 135 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente und auf den Wärmesek-tor rund 35 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Durch den Einsatz von Biok-raftstoffen wurden rund 7 Millionen Ton-nen CO2-Äquivalente vermieden.


Im Jahr 2017 wurden rund 15,7 Milliarden Euro in die Errichtung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien investiert. Die wirtschaftlichen Impulse aus dem Betrieb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien stiegen im Ver-gleich zum Jahr 2016 von 15,6 Milliarden Euro auf rund 16,2 Milliarden Euro an.


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