Handlungsbedarf bei Ausschreibungen für Bioenergie

10. Mai 2019

Die Bioenergieverbände appellierten an die Bundesregierung, die Gebotshöchst-werte anzuheben und kurzfristig administrative Hemmnisse im Ausschrei-bungsverfahren abzustellen. Nur so könne eine größere Beteiligung an den Aus-schreibungen und eine bessere Nutzung des Bioenergie-Potenzials erreicht wer-den. Die Ziele der Bundesregierung zum Klimaschutz werden nur eingehalten, wenn auch konsequent ein sinnvoller Rahmen für eine verlässliche und nachhaltige Versorgung mit erneuerbarer Energie geschaffen wird. Die Ergebnisse der dritten Ausschreibungsrunde für die Bioenergie im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zeigen, dass dringender Handlungsbedarf bei der Ausgestaltung der Ausschreibungen besteht. Mit aktuell 19 erfolgreichen Geboten (2018: 79) in einem Umfang von ca. 25 Megawatt (2018: 77 MW) zeigt die Branche zwar, dass trotz klar verbesserungswürdiger Rahmenbedingungen zukunftsfähige Anlagenkonzepte zur Verfügung stehen. Jedoch spricht das abermalige Nicht-Ausschöpfen des ausgeschriebenen Volumens von rund 133 MW installierter Leistung dafür, dass bessere wirtschaftliche Anreize für eine breitere Teilnahme an den Ausschreibungen dringend erforderlich sind. Für die Bioenergieverbände hat bei den Ausschreibungsbedingungen eine Erhöhung der Gebotshöchstwerte sowohl für Neuanlagen als auch Betands-anlagen höchste Priorität. Angemessene Höchstwerte ermöglichen mehr Betreibern von Bioenergieanlagen in verschiedenen Kategorien und Größen, rentabel zu wirtschaften.

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