Video: Tipps gegen Federpicken bei Legehennen

11. Februar 2019

Seit Anfang 2017 werden Legehennen in Deutschland generell mit intaktem Schnabel gehalten. Was ist zu tun, wenn es zu Federpicken oder Kannibalismus im Stall kommt? In einem neuen Video auf YouTube wird gezeigt, woran man Stress bei Hühnern erkennt und welche Sofortmaßnahmen helfen, Federpicken einzudämmen. Der Betrieb Rose, Nordhessen, hält knapp 8.000 Legehennen mit intaktem Schnabel in Freilandhaltung und beteiligt sich am Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz.
Um das Risiko von Federpicken und Kannibalismus in ihrem Stall zu minimieren, setzen sie verschiedene Maßnahmen erfolgreich ein. Stresssymptome lassen sich durch regelmäßige Beobachtung und Bonitierung erkennen. Federpicken ist eine multifaktoriell bedingte Verhaltensstörung. Auslöser können Stressfaktoren wie Nährstoffdefizite, flackerndes Licht oder eine schlecht eingestellte Lüftung sein. Geräuschpegel im Stall, eine zu geringe Wasseraufnahme oder Apathie der Hühner weisen auf einen Ausbruch von Federpicken hin. Zum frühzeitigen Erkennen von Federpicken ist die regelmäßige Bonitierung der Hennen wichtig. Als Sofortmaßnahmen setzt der Betrieb Rose Beschäftigungsmaterial und reduzierte Lichtstärken ein. Stress unter den Hennen muss schnell abgebaut werden. Stroh und Picksteine oder eine Futteraufwertung mit Bierhefe helfen dabei.
„Bepicken sich die Hennen bereits, reduzieren wir als letzte Sofortmaßnahme die Lichtstärke“, erläutert Thomas Rose. „Das beruhigt die Tiere.“ Diese Maßnahme darf jedoch nur in Absprache mit dem Tierarzt eingesetzt werden.
Maßnahmen gegen Federpicken, die Legehennenhalter einsetzen, sind im Video unter
https://youtu.be/EdksKy_K0Pc zu sehen.

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