Urteil: Große Tierhaltungsanlagen nur bei Anbau von Eiweißpflanzen privilegiert?

15. April 2019

Das Verwaltungsgericht (VG) München hat die Genehmigung für einen neuen Hähnchenstall mit 144.600 Plätzen aufgehoben. Die Richter haben verfügt, dass so ein Stall eine langjährige Flächenverfügbarkeit nachweisen muss. Außerdem müsse der Betrieb selbst Sojabohnen für die Hähnchenmast anbauen. Geklagt hatte der BUND Naturschutz Bayern, der in einer Pressemitteilung erklärt, das Gericht in der ausführlichen Entscheidungsbegründung neben der notwendigen langjährigen Flächenverfügbarkeit auch den Anbau von Sojabohnen für die Hähnchenmast als notwendig bestimmt. Im erstinstanzlichen Eilverfahren hatte das VG München noch einen Flächenbedarf von ca. 200 ha angenommen. Nunmehr ist das Verwaltungsgericht im Hauptsacheverfahren dem Haupteinwand des BN gefolgt, wonach für die Flächenbedarfsberechnung nicht nur sog. Energiefutterpflanzen (Mais und Weizen), sondern insbesondere auch Eiweißfutterpflanzen berücksichtigt werden müssen. Eine Berufung wurde zugelassen.


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