Milchmarkt zeigt sich zum Jahresanfang stabil

11. Januar 2019

Im Dezember 2018 erreichte der alle wichtigen Verwertungen umfassende Milchwert Deutschland einen Wert in Höhe von 34,7 Cent/kg (Vormonat 34,7) und zeigte sich damit relativ stabil. Die Verwertung aus Butter und Magermilchpulver (Kieler Rohstoffwert) hat im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 1 Cent auf aktuell 30,7 Cent/kg zugelegt. Die Verwertungssteigerung ist auf höhere Preise für Magermilchpulver zurückzuführen, während die Erlöse für lose Butter zurückgegangen sind. Am Spotmarkt ist der übliche deutliche Preisrückgang zum Jahreswechsel bereits Geschichte. Laut Marktbeobachtungsstelle der EU starten die Spotmilchpreise im Vergleich der letzten Jahre auf einem hohen Preisniveau in das neue Jahr 2019. In den Niederlanden lag die Notierung Anfang Januar bei 33,5 ct/kg (4,4 % Fett frei Rampe Molkerei), in Italien bei 40,5 ct/kg (bei 3,6 % Fett, frei Molkerei).


Die Landesvereinigung Milch NRW geht für die nächsten Monate infolge der dürrebedingten Futterknappheit von einer sinkenden Milchanlieferung aus. Aufgrund von deutlich gestiegenen Kosten bei der Milchproduktion müsste diese Entwicklung mit steigenden Erzeugerpreisen einhergehen.
Strukturwandel: 3,7 Prozent der Milchviehbetriebe seit Mai 2018 ausgestiegen
Zum Stichtag 3. November 2018 wurden laut Statistischem Bundesamt in NRW rd. 409.000 Milchkühe gehalten (Vorjahr 417.000). Die Zahl der Milchviehhalter verringerte sich in NRW um 3,7 Prozent bzw. 217 Haltungen (November 2018 zu November 2017). Insgesamt gibt es in NRW derzeit noch 5631 Milchhalter. Im Bundesschnitt betrug der Strukturwandel bei den Milchviehhaltungen minus 4,5 %. Einen überdurchschnittlichen Strukturwandel verzeichneten die Bundesländer Bayern (-4,9 %), Baden-Württemberg (-5,4 %) und Hessen (-5,8 %).

Daten werden geladen …