WLV-Milchausschuss: Schlechtes Stimmungsbild auf den Milchviehbetrieben

22. November 2019

Am Dienstag dieser Woche tagte in Münster der WLV-Milchausschuss unter der Leitung von Vizepräsident Wilhelm Brüggemeier. Einhellig wiesen die Delegierten aus den Kreisverbänden  auf die schlechte wirtschaftliche Situation in den Milchviehbetrieben hin. In Verbindung mit kostensteigenden Auflagen führe diese Situation zu einem schlechten Stimmungsbild auf vielen Betrieben. Insbesondere durch gestiegene Grundfutterkosten, bei gleichzeitig seit Monaten stagnierenden Erzeugerpreisen, ist eine Milcherzeugung nicht kostendeckend, so die Ausschussmitglieder. Auf die angespannte wirtschaftliche Situation bei der Milcherzeugung wies auch Simon Ickerott, Fachberater der Landwirtschaftskammer NRW, in seinem Vortrag hin. Die Unternehmensergebnisse bei den Milchviehbetrieben reichten derzeit nicht aus, um davon alle Ausgaben zu bestreiten, so Ickerott.
Als weitere Themen wurden Klimaschutzmaßnahmen in Rinderbetrieben diskutiert. Den aktuellen Stand zum QM-Nachhaltigkeitsmodul stellte Tomke Lindena vom  Thünen-Institut in Braunschweig vor. Dabei wurde deutlich, dass die Milcherzeugung in Nord-Westdeutschland bereits ein sehr hohes Nachhaltigkeitsniveau erreicht hat.


Beim letzten Punkt der Tagesordnung stellte der WLV ein neues Info-Angebot für Milcherzeuger vor. „Näher dran am Milchmarkt und der Milchpolitik“ ist das Ziel einer WhatsApp-Gruppe von Milcherzeugern. Diese Gruppe dient dem Austausch untereinander und wird vom WLV mit aktuellen Infos aus dem Milchmarkt versorgt. Den Beitrittslink zur Gruppe halten die milchpolitischen Sprecher der Kreisverbände bereit. Der Link wird zudem im AgrarInfo Milch veröffentlicht.

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