Erster Fall von West-Nil-Virus-Infektion bei einem Pferd in Deutschland

09. Oktober 2018

Am 21.09.2018 ist in Deutschland der erste Fall einer West-Nil-Virus-Infektion bei einem Pferd festgestellt worden. Ein Pferd aus dem Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg war nachweislich mit dieser anzeigepflichtigen Tierseuche betroffen.
Vermutet wird, dass das Pferd sich über eine virustragende blutsaugende Stechmücke infiziert hat. Eine Mehrzahl von infizierten Pferden zeigt keine klinischen Symptome, es kann jedoch im Einzelfall zu zentralnervösen Ausfallerscheinungen aufgrund einer vom West-Nil-Virus verursachten Meningitis oder Enzephalitis kommen. Klinisch kranke Pferde können die Infektion überleben, leiden aber in bis zu 20 % der Fälle lebenslang unter Ausfallerscheinungen wie Stolpern, Ataxien, allgemeine Schwäche, Muskelzittern etc.. Bei bis zu 44 % der klinisch kranken Pferde verläuft die Erkrankung tödlich. Eine Behandlung kann nur symptomatisch erfolgen, es gibt jedoch die Möglichkeit der prophylaktischen Impfung. In Deutschland stehen drei zugelassene Impfstoffe zur Verfügung.

 

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