Dürre und soziale Medien Themen im WLV-Arbeitskreis Pferdehaltung

22. November 2018

Von „kreativ visionär“ bis zu „aktuell existentiell“ reichten die Themen, mit denen sich der Arbeitskreis Pferdehaltung des Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverbandes e.V. (WLV) beschäftigte. Die Delegierten der Kreisverbände aus Westfalen-Lippe kamen in der WLV-Geschäftsstelle in Unna zusammen und beschäftigten sich mit der Präsenz von Pferdebetrieben in sozialen Medien, vorgestellt vom Social-Media-Manager Thomas Fabry, den dazugehörigen Regelungen der Datenschutzgrundverordnung, erläutert vom WLV-Referenten Thomas Biesenbaum und dem aktuellen Thema „Futterknappheit im Dürrejahr 2018“, aufgezeigt vom Arbeitskreisvorsitzenden Christoph Meyer zu Hartum.

„Gerade pferdehaltende Betriebe sollten sich mit dem Gedanken beschäftigen, ihre Angebote auch in sozialen Medien zu präsentieren“, sagte Thomas Fabry, denn die häufig jüngere Zielgruppe sei hier zu Hause. „Seien Sie kreativ und arbeiten Sie mit Trends“, sagte er. Beim Angebot des Kinderreitens könne beispielweise der „Einhorntrend“ genutzt werden und  mit entsprechenden Abbildungen die Aufmerksamkeit der Zielgruppe „Mädchen“ erreicht werden.

„Denken Sie bei aller Präsenz im Netz an die Anforderungen im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung“, mahnte WLV-Referent und Datenschutzbeauftrager Thomas Biesenbaum. Dazu gehöre in erster Linie eine korrekte Datenschutzerklärung und ein Impressum. „Sprechen Sie hierzu mit Ihrem Webseitengestalter“, empfahl er. „Ferner müssen Sie als pferdehaltender Betrieb ein sogenanntes Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten führen. In diesem dokumentieren Sie alle Vorgänge in Ihrem Betrieb, die mit der Verarbeitung personenbezogener Daten zu tun haben“.

Über die Futterknappheit im Dürrejahr 2018 referierte schließlich Arbeitskreisvorsitzender Christoph Meyer zu Hartum. „Die Trockenheit brachte uns beim zweiten Grünlandschnitt Ertragseinbußen von 50 bis 80 Prozent, teilweise sogar den Totalausfall“, sagte er. Auch auf den Weiden sei im Sommer irgendwann nichts mehr nachgewachsen und die Tiere hätten ab August mit dem für den Winter eingeplanten Futter zugefüttert werden müssen; das habe die Futterknappheit zusätzlich verschärft.

Fütterungsalternativen zum Heu oder zur Heulage seien besonders in der Pensionspferdehaltung schwierig zu finden, so die Delegierten, denn bei den Alternativen müsse man sowohl an die Verfügbarkeit als auch an die Verträglichkeit beim Pferd und die Akzeptanz bei den Einstellern denken. Ob und wie man die Pferdeeigentümer an einem Teil der in diesem Jahr extrem hohen Futterkosten beteiligen könne, wurde ebenfalls diskutiert. Die Überlegungen gingen von einer Erhöhung der Pensionspreise bis zu einer Futter-Einmalzahlung in diesem ungewöhnlichen Jahr 2018.

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