„Pflanzenkäse“ darf nicht als Käse vermarktet werden

16. Juni 2017

Der Bauernverband begrüßt vom EuGH verkündete Urteil vom Mittwoch, wonach vegane Produkte nicht unter dem Namen „Käse“ oder „Butter“ verkauft werden dürfen. Die EU-Richter verwiesen auf Regelungen im europäischen Recht. Danach genießen natürliche Milchprodukte einen eindeutigen Bezeichnungsschutz.

Der Bauernverband hat in der Vergangenheit immer wieder die Praxis von Lebensmittelverarbeitern scharf kritisiert, ein nicht auf Milch basierendes Lebensmittel als „Käse“ zu bezeichnen, obwohl der gesetzliche Bezeichnungsschutz für Milch und Milchprodukte eindeutig ist. Da es für Fleisch- und Wurstprodukte an einem vergleichbaren Bezeichnungsschutz fehlt und zunehmend vegetarischer und veganer Fleisch- und Wurstersatz mit Begriffen wie Schinken oder Schnitzel auf den Markt kommt, fordert der DBV vom Gesetzgeber eine Nachschärfung der Regelungen und ein eindeutiges Bekenntnis zum Original.

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