Schlachtunternehmen schwächen westfälische Schweinehalter

08. Juni 2018

Schlachtschweine sind rege gefragt. Schweinemäster haben derzeit überhaupt keine Probleme ihre schlachtreifen Tiere am Markt unterzubringen. Deshalb ist der Ärger unter den Landwirten groß, dass die führenden Schlachtunternehmen Deutschlands, darunter die beiden großen westfälischen Unternehmen Tönnies und Westfleisch, von der Preisempfehlung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften abweichen und sogenannte „Hauspreise“ zahlen. 

„Das Gebaren der großen Schlachter ist besorgniserregend“, sagte Hubertus Beringmeier, Vorsitzender des WLV-Veredlungsausschusses, heute in Münster: „Für mich riecht das nach Abstimmung.“ Es stimme ihn nachdenklich, dass die Marktmarkt der größten Schlachtunternehmen mittlerweile so dominant sei, dass sie gegen die Marktentwicklung agieren könnten. 

Beringmeier appelliert an die Schweinehalter, ihr Vermarktungsverhalten kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, wer ein verlässlicher Marktpartner sei, ganz gleich ob es sich um Viehhandelsunternehmen, Erzeugergemeinschaften oder Schlachtunternehmen handele.

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